Neustart in der Regionalliga

Volleyball: SV Mauerstetten baut wieder auf eigene Spielerinnen

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Ob der SV Mauerstetten und der TSV Obergünzburg in der kommenden Saison in der Regionalliga-Südost wieder aufeinandertreffen, steht noch nicht fest.

Mauerstetten – Vor rund vier Wochen sah alles noch nach einem Start in Liga drei aus. Doch jetzt haben die Verantwortlichen des SV Mauerstetten entschieden, einen Neustart in der Regionalliga-Südost zu vollziehen.

Weil einige Spielerinnen aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, wird das Volleyballteam des SVM nun eine Klasse tiefer spielen.

Entscheidend war eine Trainerversammlung. Hier wurden die Fakten auf den Tisch gelegt. „Wir haben darüber abgestimmt, wie wir weitermachen können“, blickt Abteilungsleiter Thomas Gärtner wehmütig dabei auf den Kader, der in seine Einzelteile zerfällt. Weil Chiara Lukes (definitiv) und Mona Gärtner (noch offen) andere Aufgaben höherklassig wahrnehmen werden, einige Spielerinnen aus dem Augsburger Raum aus zum Teil persönlichen Gründen nicht mehr für den SVM das Trikot überziehen können, musste ein neuer Plan her. 

„Wir konzentrieren uns deshalb auf unsere Eigengewächse und werden die Spielerinnen der Damen I und II zu einer neuen Mannschaft bilden“, sagt Gärtner. Das neu formierte Team spielt in der nächsten Saison dann in der Regionalliga-Südost. Das hat zur Folge, dass die zweite Mannschaft statt in der Bayernliga, nun in der Bezirksliga spielen wird. „Wir sind einer der wenigen Vereine, die eine top Jugendarbeit haben. Von daher konzentrieren wir uns wieder auf unsere eigenen Spielerinnen, anstatt Externe zu verpflichten“, betont der Volleyballchef.

Neuer Cheftrainer

Auch auf der Position des Cheftrainers wird es eine Veränderung geben. Denn Fabian Gumpp wird den neuen Weg des SVM nicht mitgehen. „Wir sind im Guten auseinandergegangen. Die Entscheidungen des Vereins kann ich komplett nachvollziehen“, so der 25-jährige Übungsleiter, der für sich entschlossen hat, erst einmal abzuwarten, wie es nach der Corona-Krise überhaupt weitergeht. Eventuell zieht es ihn aufs Parkett als aktiver Spieler. Aufgrund der Situation sei alles sehr vage, „auch ich kann nicht planen, was wie passiert“. Er wolle sich erst festlegen, wenn es eine Entscheidung seitens der Politik oder durch den Deutschen Volleyball-Verband gibt.

Geduldig abwarten

„Wir sind nicht unter einem extremen Zeitdruck. Normalerweise wäre jetzt die Saison vorbei. Wir sind frühzeitig dabei, um Entscheidungen zu treffen“, dürfte laut Gärtner die Suche aber nach einem Nachfolger für Fabian Gumpp nicht einfach werden. „Gute Leute fallen eben nicht vom Baum. Wir müssen aktiv sein und Leute ansprechen.“ Wichtig sei für ihn, den Überblick zu behalten. In einer bewegenden Zeit kommt erschwerend hinzu, dass das persönliche Gespräch nicht stattfindet. Onlinesitzungen oder dutzende Telefonate machen es nicht leichter. „Face to face ist leider nicht möglich, das würde vieles erleichtern.“

Momentan hängen sämtliche Vereine in der Luft. Ist doch nicht absehbar, ob es im Herbst eine Saison in der Regionalliga-Südost geben wird. Da Aufsteiger Gotteszell nicht für die Dritte Liga gemeldet hat, steht nun der TSV Obergünzburg als Tabellenzweiter vor der schweren Aufgabe zu prüfen, ob er nicht als Nachrücker aufsteigen will oder gar in der Regionalliga bleiben möchte. Würden die Günztalerinnen vor diesem Schritt Abstand nehmen, hätten dann Schwarz-Weiß München (Tabellendritter) und der SV Hahnbach (Tabellenvierter) die Qual der Wahl. 

Weil es allerdings keinen Absteiger gibt, dafür vier Aufsteiger aus beiden Bayernliga-Gruppen Nord und Süd, wird mit Spannung die Ligeneinteilung erwartet. Spätestens Anfang Juni wird es erste Informationen seitens des DVV geben.

Stefan Günter

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