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Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg holen den Titel

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Von: Stefan Günter

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Glücklich und ziemlich k.o., aber am Ziel: Die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg feiern ihre Meisterschaft in der Landesliga-Süd.
Glücklich und ziemlich k.o., aber am Ziel: Die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg feiern ihre Meisterschaft in der Landesliga-Süd. © Günter

Obergünzburg – Die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg haben auch bei ihrem finalen Spieltag vor eigenen Fans nichts anbrennen lassen. Der Spitzenreiter gewann gegen den FC Langweid mit 3:0 und ließ sich nach dem Erfolg gebührend feiern. Doch die Zukunft ist ungewiss. Viele Fragen sind noch offen.

„Ich bin sehr stolz, dass die Mädels die Saison durchgezogen haben“, sagt Coach Walter Borst nach dem letzten und erfolgreich gestalteten Saisonauftritt. Die gesamte Mannschaft habe von Ende September bis jetzt ein sehr hohes Level gefahren. „Das hat sich von einer normalen Saison unterschieden.“ Borst, der zusammen mit Julia Obermeier und Julia Nisseler das Team betreute und trainierte, attestiert allen Spielerinnen einen unbändigen Zusammenhalt. „So etwas findet man in der ganzen Liga nicht. Sie sind schon zum Teil von Kindesalter zusammen, haben sogar in der Jugend zusammengespielt“, berichtet Borst. Das sei mehr als nur eine Mannschaft.

Im letzten Spiel gegen den FC Langweid war buchstäblich schon die Luft raus. Überfuhr das Ogü-Team im ersten Durchgang noch die Gäste regelrecht – nach 14 Minuten stand es 25:13, desto schwerer taten sie sich dann im zweiten Abschnitt. Mit Hängen und Würgen brachten sie den Satz mit 28:26 zu Ende. Im dritten Abschnitt lag Obergünzburg zwischenzeitlich mit 5:10 zurück, doch nach einer Auszeit und den richtigen Worten, kam das Team wieder in die Spur und drehte den Satz noch mit 25:20 zu ihren Gunsten. „Obwohl es für uns um nichts mehr ging, war es unser Ansporn die Saison ungeschlagen zu beenden. Jetzt sind wir alle müde und platt“, sagt Julia Nisseler.

Eindrucksvoller hätte der TSV Obergünzburg die von der Pandemie gezeichnete Saison nicht zu Ende bringen können. 47 erreichte Punkte stehen einem Satzverhältnis von 48:3 gegenüber. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sei der Abteilungsleiterin bewusst, dass diese Spielzeit in die Historie des Vereins eingehen wird. Die ganze Saison über hatten die Günztalerinnen einen dezimierten Kader. Immer wieder brachen Spielerinnen weg. Mit Katja Schneider und Meike Sterk standen sogar zwei ehemalige Routiniers zur Aushilfe parat. Ausgerechnet Schneider verletzte sich beim letzten Auswärtsspiel in Lohhof schwer. Ein Kreuzbandriss dürfte wohl das endgültige Karriereende einläuten. Unterdessen kommen bange Fragen auf.

Planungen für die neue Saison laufen

Wie geht es nun mit dem Team weiter? Borst hält sich vorerst bedeckt. „Das kann und möchte ich jetzt nicht beantworten.“ Die Planungen für die neue Saison laufen in unterschiedliche Richtungen. „Für und Wider werden abgewogen. Wir haben viele Fragen, noch keine Antworten, wo unsere Reise künftig hinführt“, ist Nisseler ratlos. Die Mannschaft werde bald zusammenkommen, um über die Zukunft zu sprechen.

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