ESVK auf Playoff-Kurs

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Der ESVK lässt den Eispiraten beim 6:1-Sieg keine Chance.

Kaufbeuren – Das dritte Auswärtsmatch in Folge hat der ESVK am Freitag mit 4:2 Toren in Heilbronn gewonnen. Damit holten die Joker durch Siege in Bietigheim, Riessersee und jetzt in Heilbronn acht der möglichen neun Punkte nach Kaufbeuren. Die Krönung folgte am Sonntagabend beim 6:1-Heimsieg über die Eispiraten aus Crimmitschau.

Damit haben die Kaufbeurer den vorzeitigen Klassenerhalt bereits sicher und steuern mit nun 79 Punkten und als Tabellensechster sogar auf die direkte Playoff-Teilnahme zu.

Auswärtssieg in Heilbronn

Das Match in Heilbronn war hart umkämpft, doch die Joker gingen wieder mal als Sieger vom Eis. Mit 4:2 Toren holten die Kaufbeu­rer damit drei wertvolle Punkte ins Allgäu. Der letzte Treffer der Joker fiel durch Michael Fröhlich erst Sekunden vor Schluss, als die Heilbronner ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten. Bis dahin war die Partie relativ offen.

Die gastgebenden Falken nutzten gleich ihre erste Überzahlmöglichkeit und gingen nach elf Spielminuten in Führung. Es dauerte bis ins zweite Drittel, ehe Kapitän Sebastian Osterloh ausgleichen konnte. Ebenfalls in diesem Drittel erhöhte noch Joona Karevaara in Überzahl zur erstmaligen Führung. Doch zwei Minuten vor Drittelende kamen die Falken quasi aus dem Nichts zu einem Konter, den sie gekonnt zum 2:2 verwandelten. Im letzten Durchgang konnten die Kaufbeurer dank ihrer vier Sturmreihen konsequent das Tempo halten und brachten so das Spiel siegreich zu Ende. Nach 51 Minuten gelang Simon Schütz der dritte Treffer und Sekunden vor Schluss noch das 4:2 durch Fröhlich. Die Joker brachten vor 921 Zuschauern 49 Schüsse auf das Gehäuse der Falken, die Gastgeber nur deren 34. 

ESVK-Trainer Andreas Brockmann sah den Vorteil seines Teams bei den vier Sturmreihen. Im ersten Drittel sei seine Mannschaft etwas schwer ins Spiel gekommen, was auch dem dritten schweren Auswärtsspiel in Folge geschuldet sei. Heilbronns Trainer Fabian Dahlem verwies auf die Tatsache, dass die Kaufbeurer heuer eine sehr starke Mannschaft stellen, was auch in der Tabelle zu sehen sei und überdies mit Stefan Vajs den vielleicht besten Torhüter der Liga aufbieten können.

Eispiraten entzaubert

Am Sonntag empfingen die Kaufbeurer die Eispiraten aus Crimmitschau. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 6:1-Erfolg vor 1912 Zuschauern fest. Nach dem ersten Drittel waren die Eispiraten noch gut bedient, denn sie waren durch den Treffer von Max Schmidle nur mit 1:0 im Hintertreffen. Der Bann brach im zweiten Durchgang, als die Joker durch Treffer von Schmidle, Oppolzer und zweimal Gracel auf 5:1 davonzogen. Zehn Minuten vor Ende setzte Max Schmidle mit seinem dritten Tor an diesem Abend den Schlusspunkt.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Wir halten uns an den Plan, sind sehr diszipliniert und deswegen haben wir das auch verdient. Es macht Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten und ihnen zu zuschauen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, dann sehen wir was herauskommt. Wir denken von Spiel zu Spiel“.

Freitag Derby gegen Rosenheim

Schon am kommenden Freitag um 19.30 Uhr steigt das nächste Heimspiel der Joker in der Sparkassen Arena. Gegner im bayerischen Derby sind die Starbulls aus Rosenheim. Die Bilanz gegen die Oberbayern ist noch negativ, beide Auswärtspartien bei den Starbulls gingen verloren, doch im Heimspiel gelang ein 5:0-Erfolg. Zurzeit sind die Starbulls, aktuell Drittletzter, durch Verletzungen gehandicapt. Vergangenes Wochenende verloren die Starbulls zuhause mit 1:7 gegen die Bietigheim Steelers und am Sonntag in Frankfurt mit 3:1.

DNL-Team ohne Erfolg

Nichts zu holen war für das Kaufbeurer U19-Team beim Tabellenführer in Köln. Beide Male gingen die gastgebenden Kölner Junghaie als Sieger vom Eis.

Am Samstag haben die Jungs von Trainer Juha Nokelainen mit 6:1 Toren verloren und am Sonntag gab es eine 5:2-Niederlage. Die Treffer für den ESVK schossen am Wochenende Tim Wohlgemuth (2) und Markus Lillich. Somit bleiben die Kaufbeurer mit 20 Punkten aus 23 Spielen letzter der DNL1.

Schon diesen Mittwoch müssen die Kaufbeurer das Nachholspiel bei den Jungadlern in Mannheim bestreiten.

von Werner Mayr

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