Vorfreude auf die Play-Offs

Vorzeitiges Ende der Hauptrunde beschert ESVK Pause von 14 Tagen

ESVK
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Für Verteidiger Alexander Thiel sind die Play-Offs immer die schönste Zeit einer Saison.

Kaufbeuren – Die Nachricht vom vorzeitigen Abbruch der Hauptrunde in der DEL2 kam am Donnerstagabend für alle etwas überraschend, war aber auf Grund der jüngsten Corona-Entwicklungen bei gleich mehreren Mannschaften nachvollziehbar. Da es diesmal seit vielen Jahren wieder einen sportlichen Aufsteiger in die DEL geben soll, möchte man mit dieser Maßnahme allen acht Teams, die an der Play-Off-Runde teilnehmen, eine Chancengleichheit gewähren.

„Ich denke, das war nicht die schlechteste Lösung, da sich das Virus in den letzten Tagen bei ein paar Teams ausgebreitet hat“, sagt ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl in Bezug auf weitere mögliche Absagen. Dass man trotz der Pandemie 50 von 52 Spieltagen durchführen konnte, nennt Kreitl eine super Sache, die nicht unbedingt zu erwarten war. „Auch wir Spieler waren von der Absage überrascht, doch ich finde es ist eine schlaue Lösung, um die Play-Offs nicht zu gefährden“, so A-Kapitän Alexander Thiel. Die dadurch entstandene Pause von 14 Tagen seit dem letzten Spiel sieht der Verteidiger nicht als Problem. „Alle Mannschaften haben die gleiche Situation. Wir machen ja nun keinen Urlaub, sondern trainieren weiter und bereiten uns auf die Play-Offs vor, denn das ist für uns Spieler die geilste Zeit des Jahres“, sagt Thiel mit Vorfreude auf die Serie gegen den EHC Freiburg.

Sportlich sieht Michael Kreitl sein Team gegen die Breisgauer durchaus auf Augenhöhe. „Ich sehe die Chancen bei 50:50, da werden Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden“, sagt der Sportchef der Joker. Ähnlich ausgeglichen beschreibt auch Thiel die Ausgangslage. „Beide Teams haben in der Hauptrunde ihre Heimspiele jeweils knapp gewonnen. Bei einer Serie von „best-of-five“ wird es wichtig sein, das erste Spiel zu gewinnen, sonst steht man von Beginn an unter Druck“, sagt der 29-jährige Routinier, der in seiner bisherigen Laufbahn selbst schon unzählige Play-Off-Duelle auf dem Buckel hat.

Obwohl die Serie, wie auch schon die gesamte Saison, ohne Zuschauer gespielt werden muss, ist die Vorfreude im Team umgebrochen groß. „Wir haben uns leider schon an den Zustand gewöhnt, ohne Fans spielen zu müssen, doch die Spannung steigt auf jeden Fall in so einem Wettbewerb und jeder in der Mannschaft ist heiß“, beschreibt Thiel die Lage. Vielleicht könnte sich bis zum geplanten Start am 20. April auch die Verletztenliste noch etwas entspannen. „Martin Schweiger und Sören Sturm sind bereits wieder im Training. Ob es bis dahin reichen wird, kann man vermutlich erst kurzfristig sagen. Wir werden jedoch bei beiden kein Risiko eingehen“, sagt Michael Kreitl über die Personalsituation. Dagegen bestätigte er, dass für Stefan Vajs und auch Jan Bednar auf Grund ihrer Verletzungen die Saison beendet ist.

Thomas Schreiber

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