Von Bayern nach Sachsen

Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat

Furkan Kircicek bei der Vertragsunterzeichnung des Chemnitzer FC
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Furkan Kircicek bei der Vertragsunterzeichnung des Chemnitzer FC.

Kaufbeuren – Nach zwei Jahren bei Türkgücü München kickt Furkan Kircicek nun für das Regionalliga-Team des Chemnitzer FC (der Kreisbote berichtete bereits). Dass der 24-Jährige in der drittgrößten sächsischen Stadt nun auf Torejagd geht, liegt auch daran, dass sich der Verein schon sehr früh um den Kaufbeurer bemühte.

Noch während der zu Ende gehenden Saison nahmen die Chemnitzer mit ihm Kontakt auf. „Chemnitz war der erste Verein, der sich bei mir gemeldet hat“, erzählt Furkan Kircicek. Er habe sich alles genau angehört und natürlich abgewogen. Auch andere Vereine buhlten um den Offensivspieler aus dem Allgäu. Doch ein Engagement kam für ihn in der Landeshauptstadt nicht mehr in Frage. Roman Plesche, sportlicher Leiter von Türkgücü München, sprach in einer offiziellen Stellungnahme Furkan Kircicek seinen Dank aus: „Er hat immer alles für den Verein gegeben und war mit seinen Leistungen für den Aufstieg mitverantwortlich. Auch in der Dritten Liga hat er eine gute Rolle bei uns gespielt. Nun wünschen wir ihm für seinen nächsten Karriereschritt viel Erfolg und alles Gute.“ Bekam der Kaufbeurer unter Alexander Schmidt noch seine Einsätze, war dies nach dessen Rausschmiss unter dem neuen Cheftrainer Serdar Dayat nicht mehr so häufig der Fall. In der abgelaufenen Drittliga-Saison bestritt Kircicek 22 Partien für den Aufsteiger.

Vorfreude auf neue Aufgabe

„Ich habe schon sehr bald das Gefühl gehabt, dass es in Chemnitz nur stimmen kann. Sie wollten mich verpflichten und ich habe dann gerne zugestimmt.“ Mit dem aufgezeigten Weg könne sich Furkan Kircicek zu einhundert Prozent identifizieren und freue sich darauf, künftig ein Teil davon zu sein. In einem offiziellen Pressestatement sagte Marc Arnold, Geschäftsführer Sport des Chemnitzer FC: „Furkan ist ein Mentalitätsspieler. Er wird unserer Offensive mit seinem Tempo und fußballerischen Fähigkeiten guttun. Ich heiße Furkan im Namen des CFC herzlich Willkommen an der Gellertstraße.“ Beim CFC wird er künftig mit der Rückennummer 9 auflaufen.

Begeistert zeigte sich Kircicek bei seinem Antrittsbesuch vom Stadion, das nach seiner Überzeugung schon „Zweitliga-Format“ besäße. Auf ihn warten profihafte Bedingungen. „Chemnitz hat fußballverrückte Fans, die ihre Mannschaft anfeuern. Ich freue mich wieder auf Spiele mit Zuschauern“, so Kircicek. Derzeit schaltet er vom Fußball etwas ab, weilt in Griechenland und plant von dort seinen Umzug von München nach Chemnitz. Trainingsstart für den Kaufbeurer in seiner neuen Wirkungsstätte ist am 16. Juni.

Stefan Günter

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