Wenn die Fäuste fliegen

Tänzelfestboxen zieht die Massen wieder ins Zelt

Kaufbeuren – Drückende Hitze, umherflitzende Kellner, der Geruch von Hendl und das Klirren der Maßkrüge: Das ist ein gängiges Bild beim Kaufbeurer Tänzelfest. Doch am vergangenen Samstag gingen 22 Boxer in den Ring, darunter fünf Athleten des BC Kaufbeuren. Sie legten allesamt einen guten Auftritt hin.

Roman Slobodyanikov und sein Team vom Boxclub Kaufbeuren haben es wieder möglich gemacht: Das traditionelle Tänzelfestboxen ist nicht mehr wegzudenken. Die Zuschauer quittierten allen Athleten Beifall. Mehr Jubel brannte natürlich bei den Begegnungen mit Kaufbeu­rer Beteiligung auf. Nico Stettinger zwang bei den Schülern seinen Kontrahenten Maximilian Geer aus Feuchtwangen klar und deutlich nach drei Runden in die Knie. In der Jugendklasse gewann Alexandr Afanasjew sein Duell gegen Gaedi Karosch aus Königsbrunn nach Punkten. Auf verlorenem Posten stand Leon Gebhardt. Unentschieden kämpfte dagegen Lukas Hartung, der gegen den Marburger Armin Azari einen guten Auftritt hinlegte.

Spannend wurde es zum Schluss, als Omid Safdari seine Premiere für den BC Kaufbeuren feierte. Der Muay Thai-Kämpfer machte einen Abstecher zu den Boxern, um sich hier neue Impulse zu holen. Am Ende verlor er gegen den Augsburger Nenad Petkovic sehr knapp. „Es war ein ausgeglichener Kampf. Omid hat das sehr gut gemeistert“, so Stallkollege Oleg Fertich. Omid Safdari war nach dem Schlussgong etwas enttäuscht. „Ich hätte mehr im Ring arbeiten müssen. Dann wäre ich als Sieger hervorgegangen.“ Roman Slobodyanikov dagegen stellt dem 25-Jährigen ein gutes Zeugnis aus: „Er hat sich super präsentiert. Für mich war das ein Kampf auf Augenhöhe, leider hat er hauchdünn verloren, was auch etwas der Nervosität geschuldet war.“ Insgesamt zeigt sich der BCK-Chef hoch zufrieden: „Was mich besonders freut, ist dass alle Boxer wiederkommen möchten.“

von Stefan Günter

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