Vierten Tabellenplatz gefestigt

Dritter Streich in Folge

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Er ist nicht zu stoppen: Mehmed Feraim schulterte vorzeitig Richard Magnucz. Für Feraim war es der elfte Saisonsieg in Folge.

Westendorf – Mit einem am Ende deutlichen 17:9-Heimsieg über den SC Anger hat sich der TSV Westendorf in der 2. Ringer-Bundesliga-Süd weiterhin den vierten Tabellenplatz gefestigt. Durch die gleichzeitige Niederlage der Triberger in Freiburg sind die Ostallgäuer bis auf einen Zähler an die Schwarzwälder heran gerutscht.

„Für mich ist es doch überraschend, dass es am Ende gegen Anger so deutlich ausgegangen ist“, zeigte sich Abteilungsleiter Thomas Stechele begeistert vom Auftreten der Mannschaft. Für die Ostallgäuer war es nach den Erfolgen über Aufsteiger Eschbach und Schlusslicht Untergriesbach der dritte Sieg in Folge.

Schon bei der Aufstellung war zu erkennen, dass sich Cheftrainer Klaus Prestele bereits im Vorfeld des Kampfes seine Gedanken machte. So stellte der Taktikfuchs Mehmed Feraim ins Limit bis 61 Kilogramm und holte aus der zweiten Reihe Tizian Reggel, der bis 66 Kilogramm auf die Matte ging. Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Steve Masuch stellte sich Matthias Einsle in den Dienst der Mannschaft. Dass am Ende die Rechnung zu Gunsten Westendorfs aufging, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen. Mit einem grandiosen 16:0-Auftaktsieg holte sich Fatos Durmishi in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm gegen Bence Kovacs die ersten vier Mannschaftspunkte. 

Im Schwergewicht hatte es Christian Stühle mit einer Granate zu tun. Nicht nur, dass Armin Majoros knapp 20 Kilogramm mehr auf die Waage brachte, gelang machte der Ungar kurzen Prozess. Nach 2:05 Minuten war der Kampf vorzeitig beendet. Beeindruckend war die Vorstellung des amtierenden Polizei-Europameisters. Vor zwei Wochen holte sich Majoros sowohl im klassischen als auch im freien Stil den Titel in Bratislava. Ebenfalls eine kurze Vorstellung präsentierte allerdings auf Seiten der Westendorfer im Anschluss Mehmed Feraim. Der Bulgare schulterte den Ungarn Richard Magnucz vorzeitig. Zwei weitere wichtige Mannschaftspunkte holte sich Vladislav Metodiev im Halbschwergewicht gegen Mihaly Szabo. 

Den letzten Kampf vor der Pause gewann wieder in beeindruckender Manier Christopher Kraemer. Sebastian Bethke, der rund zehn Kilogramm mehr als der TSV‘ler auf die Waage brachte, hatte überhaupt keine Chance gegen den deutschen Männermeister von 2016. Wegen Übergewicht des Gästeringers gingen volle vier Zähler auf das Konto der Westendorfer. „Wir haben zur Pause bereits den Grundstein für den Sieg geholt“, wusste Coach Klaus Prestele, dass Anger beim Stande von 14:4 noch weitere Eisen im Feuer hat. 

Ordentlich zur Wehr setzte sich Matthias Einsle im Mittelgewicht. Gegen Benedikt Argstatter gab er nur zwei Mannschaftspunkte ab. Den Schlüsselkampf lieferte Tizian Reggel im Limit bis 66 Kilogramm. Nach sechs Minuten rang er Matthias Eckart mit 2:1-Wertungspunkten nieder. Selbst Michael Heiß zeigte eine starke Leistung gegen Bernhard Mayr, einem der besten Ringer Deutschlands in der Klasse bis 86 Kilogramm. Mit 1:5 hielt der Westendorfer die Niederlage sehr in Grenzen. 

Vor den beiden abschließenden Duellen im Weltergewicht hatte der TSV einen komfortablen Sieben-Punkte-Vorsprung erzielt. „Uns war klar, dass weder Maximilian Goßner noch Simon Einsle einen Vierer abgeben werden“, zeigte sich Vereinsboss Georg Steiner nach dem Kampf sehr zufrieden. Denn Goßner gab gegen Attila Drechsler nur einen Mannschaftspunkt ab. Einen 10:6-Erfolg feierte zum Abschluss Simon Einsle gegen Guido Gretschel. Für den 19-jährigen Einsle war es der dritte Sieg in Folge. „Die taktische Einstellung meiner Mannschaft war hervorragend. Auf der einen Seite gab es den Schlüsselkampf im 66 Kilogramm-Freistil, auf der anderen Seite haben die restlichen Ringer ihre Kämpfe hoch gewonnen beziehungsweise ihre Niederlagen so gering wie möglich gehalten“, so die Bilanz von Cheftrainer Klaus Prestele. 

Abteilungsleiter Thomas Stechele hob die mannschaftliche Geschlossenheit besonders hervor. „Auch die Ringer aus der zweiten Mannschaften stehen ihren Mann, zeigen jeweils einen starken Auftritt. Man sieht, dass sie sich in die Liga hinein raufen.“ 

Am kommenden Samstag hat Westendorf das Verfolgerduell in der Südstaffel beim SV Triberg vor der Brust. Bei einem Sieg können die Ostallgäuer auf den dritten Rang klettern. Den Hinkampf verlor der TSV knapp mit 13:15.

von Stefan Günter

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