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Ein Kantersieg zum Schluss

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Christopher Kraemer (rotes Trikot) zeigte gegen Vitali Lazovski einen starken Auftritt. © Günter

Westendorf – Der TSV Westendorf hat es zum Saisonabschluss in der 2. Bundesliga-Süd nochmals ordentlich krachen lassen. Die Ringer demolierten am letzten Kampftag den SV Weiß-Blau Untergriesbach mit 32:0. Schon zur Pause führten die Ostallgäuer mit 15:0.

Für Cheftrainer Klaus Prestele war es zum Ende hin ein krönender Abschluss. „Die Jungs haben heute einen absoluten Siegeswillen gezeigt. Der Kampf ist deutlicher ausgefallen als ich gerechnet habe“, zeigte sich der 38-Jährige sichtlich erleichtert. Und auch Abteilungsleiter Thomas Stechele schlägt in die gleiche Kerbe: „Jeder unserer Ringer wollte zum Abschluss nochmals seinen Kampf gewinnen“.

Die Gäste aus Niederbayern machten es den Westendorfern aber auch ziemlich leicht. Mit einem dezimierten Team traten sie im Bürgerhaus Alpenblick an. „Schon im Vorfeld habe ich gewusst, dass sie leider zu viele kranke und verletzte Ringer in ihren Reihen haben“, sagte TSV-Mittelgewichtler Steve Masuch. Der TSV Westendorf fuhr zum Schluss vor einer tollen Kulisse nochmals alles auf. Mit einem Schultersieg verabschiedete sich Fatos Durmishi von den Fans aus der Saison 2016. Nach 34 Sekunden war der Kampf gegen Johannes Steinberger vorzeitig zu Ende. 

Im Schwergewicht krönte sich Christian Stühle ebenfalls zum Abschluss mit einem technischen Überlegenheitssieg. Gegen Thomas Hartl siegte er nach 3:36 Minuten mit 16:0-Wertungspunkten. Im Limit bis 61 Kilogramm gab nun Markus Stechele auf Seiten des Gastgebers den Ton an. Mit 12:2 besiegte er Christoph Fenzl. Glücklich über seinen letzten Saisonsieg sagte der 19-Jährige: „Ich bin perfekt in den Kampf hineingekommen. Über die volle Distanz konnte ich meine Leistung abrufen.“ Auch der Bulgare Vladislav Metodiev gab im Halbschwergewicht bis 98 Kilogramm am Ende nochmals alles. Mit 4:3-Wertungspunkten zwang er Erkan Celik, den Deutschen Vizemeister von 2016 und DRB-Kaderringer, in die Knie. 

Vor der Pause zeigte Westendorfs Aushängeschild Christopher Kraemer erneut einen starken Kampf in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm im griechischen-römischen Stil. Gegen Vitali Lazovski siegte er mit 10:1-Wertungspunkten. „Die Saison hatte für mich Höhen und Tiefen. Ich habe einige Kämpfe verloren, die meisten aber für mich entschieden. Ich weiß woran ich noch an mir arbeiten muss“, so das persönliche Fazit von Kraemer. Erst einmal wolle er wieder Energie sammeln und sich dann auf die Einzelmeisterschaften im neuen Jahr fokussieren. 

Keine Probleme hatte Steve Masuch im Mittelgewicht. Gegen Christoph Überreiter dominierte er das Geschehen jederzeit auf der Matte. Nach 2:17 Minuten stand er mit 15:0-Wertungspunkten vorzeitig als Sieger fest. Zum Abschluss einer großartigen Wettkampfzeit feierte Mehmed Feraim einen kampflosen Sieg. Untergriesbach stellte im Limit bis 66 Kilogramm im freien Stil keinen Gegner. Fahrt aufnahm auch Michael Heiß bis 86 Kilogramm. Obwohl der TSV‘ler zwischenzeitlich mit 0:3 zurücklag, holte er auf und gewann gegen Michael Widmayer, amtierender deutscher Vizemeister, mit 1:0-Punkten.

Vor den abschließenden Duellen im Weltergewicht führte der TSV bereits mit 24:0. Mit einer Energieleistung und von den Fans angetrieben holten sich Maximilian Goßner (16:0 gegen Florian Unfried) und Simon Einsle (15:0 gegen Alexandros Pilavidis) nochmals jeweils vier Mannschaftspunkte.

Während die Ostallgäuer mit 19:17-Punkten die Runde als Sechster abschlossen, blieb der SVU auch im 18. Kampf ohne Punktgewinn. Ein Garant für den tollen Ringerabend waren beide Fanlager. „Was wir heute erlebt haben, war sicherlich gigantisch. Das siehst du in der 2. Bundesliga nicht überall“, sagte Klaus Prestele beim abschließenden Pressegespräch und bedauerte den Abstieg der Niederbayern in die bayerische Oberliga.

von Stefan Günter

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