Bundesliga steht

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In der neuen Saison schnuppern auch die Fans des TSV Westendorf zum ersten Mal überhaupt Bundesligaluft.

Westendorf – Es ist eine erfreuliche Nachricht für alle Ringsportfans: Der TSV Westendorf geht ab September dieses Jahres in der Bundesliga auf Punktejagd. Damit sind die Ostallgäuer einer von insgesamt 21 Vereinen, die mit dem Deutschen Ringer-Bund einen neuen Weg beschreiten wollen.

In drei Staffeln ringen die Mannschaften ab dem 2. September die Hauptrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2017/2018 aus. Anschließend ermitteln die besten Teams in der Play-Off-Runde ab dem Achtelfinale den Titelträger.

„Wir sind erst einmal heil­froh, dass die Zehnerliga weg ist“, bilanzierte Abteilungsleiter Thomas Stechele nach der Sitzung aller gemeldeter Vereine mit dem Deutschen Ringer Bund (DRB) im unterfränkischen Aschaffenburg. Sogar als kleiner Dorfverein hat der TSV nun theoretisch die Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Georg Steiner, Vorstand der Westendorfer Ringer, machte bereits von Anfang an deutlich, „dass wir uns auf Dauer eine Liga mit zehn Teams nicht leisten können.“ Er attestierte dem DRB eine topp Vorbereitung. „Es herrschte eine absolute Einigkeit zwischen den Vereinen und dem Deutschen Ringer-Bund.“

DRB-Präsident Manfred Werner wies in seinen Ausführungen auf die unerträgliche Situation hin, die durch den Streit mit den Vereinen entstanden war, die sich durch die Gründung einer Deutschen Ringer-Liga (DRL) verselbständigen wollten. „Wir brauchen keine Quasi-Profiliga, sondern im Gegenteil in allen Vereinen eine gute Mischung zwischen eigenen Nachwuchskräften und erfolgreichen Verstärkungen. Und wir brauchen faire Bedingungen für alle Vereine, so dass auch die kleineren eine sportliche und wirtschaftliche Chance haben.“

Neue Gegner

Anders als noch in den vergangenen Jahren hat es der TSV Westendorf nicht mehr mit badischen Vereinen zu tun. Die neue Ligeneinteilung sieht vor, dass die Ostallgäuer künftig mit dem RV Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern), FC Erzgebirge Aue und WKG Pausa/Plauen (beide Sachsen) drei neue Gegner haben. Hinzu kommen noch die bekannten bayerischen Teams SV Johannis Nürnberg, SV Siegfried Hallbergmoos und SV Wacker Burghausen.

In der neuen Saison wird es auch zwei neue Gewichtsklassen geben: 71 und 80 Kilogramm. „Die Bundesliga wird für uns ein echtes Highlight“, erhofft sich Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele auch den nötigen Aufschwung. Die Kaderplanung ist derweil voll im Gange. „Das Grundgerüst der Mannschaft bleibt natürlich erhalten. Allerdings kann ich noch keine Details nennen.“

von Stefan Günter

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