Ringen

Mann des Abends: Simon Einsle

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Simon Einsle (rotes Trikot) besiegte in einem temporeichen Kampf den Moldawier Ion Vasilachi.

Westendorf – „Sicherlich ist es ein gefühlter Sieg für uns, wenn man sieht wie der Kampf verlaufen ist“, freute sich Abteilungsleiter Thomas Stechele nach dem 13:13-Remis im Heimkampf der 2. Bundesliga-Süd gegen die RKG Freiburg 2000.

Vor dem letzten entscheidenden Kampf lagen die Ringer des TSV Westendorf im heimischen Bürgerhaus Alpenblick mit einem Zähler zurück, bevor dann der Auftritt von Simon Einsle alles toppte. Gegen den Moldawier Ion Vasilachi zeigte der 19-Jährige einen beherzten Auftritt und zwang den haushohen Favoriten mit einem knappen 4:3-Sieg in die Knie. Noch im Hinkampf musste sich Einsle dem Freiburger Neuzugang mit 2:10-Wertungspunkten geschlagen geben. „Viele kennen Simon als defensiven Kämpfer. Er hat jetzt schon das Gespür, wann die Situation für einen Angriff da ist. Er hat sich heute mit einem Erfolg belohnt“, attestierte ihm Coach Rudolf Gebhard bei der Pressekonferenz einen starken Auftritt. „Simon Einsle olé olé olé“, sangen die Fans und Zuschauer und feierten ihren Helden des Abends. Dabei merkte Thomas Stechele an, dass vor dem entscheidenden Duell im Weltergewicht keiner mehr einen Pfifferling auf den TSV gesetzt habe. Und selbst Bernhard Hofmann, Zweiter Vorstand, war nach dem Kampf noch richtig baff. „Das war der absolute Wahnsinn. Das war ein geiler Kampf, eine Schlacht. Hut ab vor seiner Leistung.“

Schon beim Auftakt von Markus Stechele im leichtesten Limit spürte man in der TSV-Arena, dass etwas möglich wäre. Mit 0:8-Wertungspunkten verlor der 19-Jährige zwar, gab aber nur drei Zähler ab. Im Schwergewicht hatte Christian Stühle mit Viktor Reh einen zähen Mann vor der Brust. Der Freiburger, der sechs Kilogramm mehr auf die Waage brachte, gewann mit 6:2. Mehmed Feraim holte für den TSV den ersten Vierer des Abends. Gegen Florian Losmann erreichte er im Limit bis 61 Kilogramm einen ungefährdeten 15:0-Sieg. Auch Vladislav Metodiev holte im Halbschwergewicht einen sicheren Sieg und weitere vier Mannschaftspunkte. 

Mit dem Duell Christopher Kraemer gegen Amiran Shavadze bekamen die Zuschauer einen Spitzenkampf geboten. Kraemer musste sich dem Georgier denkbar knapp geschlagen geben. Ein weiterer Zähler ging auf das Konto der Freiburger, die zur Pause mit 6:8 zurücklagen. Im Mittelgewicht verlor Steve Masuch gegen Lars Schäfle mit 2:7. 

Seine Premiere im Bundesliga-Dress des TSV feierte Nasrat Nasratzada. Der Afghane verlor in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm gegen den deutschen Spitzenringer Manuel Wolfer deutlich mit 0:18. „Er hat sich dennoch super verkauft“, lobte ihn Bernhard Hofmann. Im Mittelgewicht schulterte Michael Heiß den Freiburger Maximilian Remensperger, was vor den abschließenden Kämpfen ein 12:12-Unentschieden bedeutete. Aufopferungsvoll kämpfte Maximilian Goßner gegen Rainhold Kratz in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm, doch der Gästeringer war zu stark. Die Hoffnungen ruhten auf Simon Einsle, der dann das Unmögliche noch möglich machte.

von Stefan Günter

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