Ringen: Revanche für Hallbergmoos

Wahrer Hexenkessel

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Michael Prill (blaues Trikot) verlor in der Hinrunde gegen Maximilian Goßner, drehte aber den Spieß am Samstag um und gewann mit 1:0.

Hallbergmoos/Westendorf – „Wir haben einige Kämpfe zu hoch verloren“, zeigte sich Coach Klaus Prestele nach dem Ende der Begegnung nicht ganz so enttäuscht. Bei der 11:21-Auswärtsniederlage gegen den SV Siegfried Hallbergmoos konnten die Ostallgäuer nur bis zur Pause mithalten, doch die mitgereisten Fans feierten ihre Mannschaft trotz der deutlichen Einzelniederlagen im zweiten Teil des Kampfabends.

Schon bei der Fahrt nach Hallbergmoos sangen sich die Westendorfer Schlachtenbummler in einen Rausch. „Wir haben hier alles aufgeboten was man sich nur vorstellen kann“, erzählte Robert Zech, Fanbeauftragter und Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim TSV Westendorf. „Vor dem Kampf haben wir ein bengalisches Feuer gezündet und die Hallberghalle gerockt“. 

Allein 150 frenetische Fans machten eine ordentliche Stimmung. Obwohl die Fans wussten, dass die Trauben diesmal etwas höher hängen würden, peitschten sie ihre Ringer nach vorne. Mit Pauken und Sirenen versetzten sie die gegnerische Halle in einen wahren Hexenkessel. „Obwohl wir nicht gewonnen haben, war es für uns alle ein super Erlebnis und insbesondere Werbung für unseren Ringkampfsport“, betont Zech. 

Auch Coach Klaus Prestele teilt hier die Meinung seines Vereinskollegen. „Alle haben eine geniale Stimmung gezaubert. Es war ordentlich etwas los“, fasst er die Eindrücke außerhalb der Matte zusammen. Westendorf konnte an diesem Abend vier von insgesamt zehn Begegnungen für sich entscheiden. 

Nur im ersten Durchgang holten Fatos Durmishi, Mehmet Feraim, Zsolt Török und Christopher Kraemer mit ihren Siegen eine 11:4-Pausenführung. Doch im zweiten Teil des Kampfabends profitierte der Gastgeber vom Stilartwechsel und fuhr fünf Siege ein, die am Ende zum deutlichen Sieg und damit auch zur Revanche führten. 

„Mit solch tollen Fans im Rücken ist jede Niederlage verschmerzbar“, geht auch für Ringer Michael Heiß der Blick nach vorn. Denn am kommenden Samstag, 28. November, tritt Westendorf erneut auswärts an. Dann geht es zum Tabellenletzten ASC Bindlach.

von Stefan Günter

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