Bester bayerischer Ringerverein

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Niklas Steiner (vorne v. li.), Michael Steiner, Niklas Stechele, Patrick Meichelböck sowie Trainer Thomas Wurmser (hinten v. li.), Pascal Halbig, Benedikt Gansohr, Abteilungsleiter Thomas Stechele, Luis Wurmser sind zufrieden mit ihrem Auftreten.

Westendorf/Kleinostheim – Als einzig schwäbischer Verein hat der TSV Westendorf mit sieben Nachwuchsathleten an einem international besetzten Turnier im unterfränkischen Kleinostheim teilgenommen. Am Ende holten sich die Ostallgäuer mit zweimal Platz eins und einem zweiten Rang drei Podestplätze. Insgesamt waren sieben TSV‘ler am Start.

Jahr für Jahr zieht Kleinstostheim viele Ringer aus nah und fern in den Landkreis Aschaffenburg. Knapp 400 Athleten aus über 110 Vereinen kämpften in den Altersklassen C-, B-, A-Jugend und Junioren um die Medaillen. In der Vereinswertung holte sich der TSV Westendorf übrigens den siebten Rang und schloss damit als beste bayerische Mannschaft ab.

Niklas Stechele zeigte bei der A-Jugend eine souveräne Vorstellung. In der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm erkämpfte sich der 16-Jährige eindrucksvolle 86:1 technische Punkte. Allein vier Duelle beendete Stechele vorzeitig. Damit blieb der Ostallgäuer in seinen sechs Kämpfen ungeschlagen, was für den Kaderathleten des DRB Rang eins bedeutete. „Er hat alle Gegner beherrscht“, freute sich Thomas Stechele, Abteilungsleiter und in erster Linie Papa von Niklas.

In der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm ging Michael Steiner an den Start. Weil er zwei Niederlagen gegen Moritz Langer (Rostock) und Burak Demir (Mainz), kassierte, konnte er sich aber im Duell um Platz fünf dann gegen den Detmolder Lukas Chentsov per Schultersieg durchsetzen. „Durch sein Auftreten in Kleinostheim ist er auf jeden Fall schon an der deutschen Spitze angelangt. Er hat super mitgerungen und sogar dem späteren Turniersieger Burak Demir die Stirn geboten. Michi hätte ihn auch besiegen können“, lobte Stechele auch seinen Auftritt. Zusammen mit Niklas Stechele wurde der 15-jährige Michael Steiner im Anschluss des Turniers vom Deutschen Ringer-Bund zu einem dreitägigen Kaderlehrgang eingeladen.

Ebenfalls ganz oben auf dem Podest stand am Ende des Tages bei der C-Jugend Niklas Steiner (bis 29 Kilogramm). Gegen Paul Bohmeier (KG Baienfurt) und Abdoullah Chupanov (Sultan Liege aus Belgien) zeigte er mit 20:4 beziehungsweise 23:8-Wertungspunkten eine eindrucksvolle Vorstellung. Auch im Finale war er nicht zu stoppen. Steiner schulterte nach einer 6:0-Führung den Baienfurter William Lehn.

In der gleichen Altersklasse, aber im Limit bis 38 Kilogramm, ging Luis Wurmser auf die Matte. Bis zum Finale war ihm kein Gegner gewachsen. Drei Schultersiege und zweimal je ein vorzeitiges Kampfende durch technische Überlegenheit zeigten seine Dominanz. Auch im Finale führte Wurmser gegen den Hamburger Mohamed Agaev zwischenzeitlich mit 4:0. „Bis zu diesem Zeitpunkt hat er klasse gerungen, war dann für einen kurzen Moment unachtsam, was zur Schulterniederlage führte“, so Thomas Stechele.

Für Pascal Halbig (A-Jugend, 76 Kilogramm) war nach zwei Niederlagen das Turnier vorzeitig beendet. Das gleiche Schicksal ereilte auch Patrick Meichelböck bei der B-Jugend. Im Limit bis 38 Kilogramm musste er sich ebenfalls nach zwei Kämpfen verabschieden. Benedikt Gansohr (46 kg) holte sich nach einem Sieg und zwei Niederlagen Platz zwölf.

„Das Niveau bei diesem Turnier war sehr hoch. Es waren die besten Ringer Deutschland mit dabei und auch viele internationale Athleten, wie beispielsweise aus Frankreich, Belgien, Italien und Südafrika“, war der Abteilungsleter mit dem Auftreten der Westendorfer sehr zufrieden.

von Stefan Günter

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