Ausgebremst

Westendorfer Ringer Niklas Stechele hofft nach Verletzung auf Teilnahme an Olympia-Quali-Turnier

Westendorfer Ringer Niklas Stechele
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Der Westendorfer Ringer Niklas Stechele hofft auf eine Teilnahme beim Olympia-Qualifikationsturnier in Budapest.

Westendorf – Die gute Nachricht hatte Niklas Stechele schon vor dem internationalen Auftritt in Kiew erhalten. Der 20-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) kämpft vom 18. bis 21. März in Budapest um ein Olympiaticket für Tokio 2021. Doch ob der Westendorfer in dem hochklassigen Feld überhaupt starten kann, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Hintergrund ist eine Verletzung, die sich Stechele bei seinem einzigen Kampf in Kiew zuzog. Zur Pause lag der Ostallgäuer gegen Taras Markovych mit 1:5 Wertungspunkten zurück. Weil der Ukrainer in einer Aktion unfair rang, hat sich Stechele das Innenband im rechten Knie angerissen. „Die Kampfrichter haben es zwar gesehen, aber nicht geahndet“, so der Westendorfer. Wie berichtet, verlor er vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit am Ende mit 1:11 Wertungspunkten und schied damit aus.

Momentan ist an ein Mattentraining nicht zu denken. Alternativ stehen Stabilisations-Übungen und Krafttraining auf dem Programm. „Ich darf das Knie erst einmal nicht belasten.“ Stechele stehe im engen Kontakt mit DRB-Ringer-Doc Klaus Johann. Wie lange der Freistilspezialist außer Gefecht bleibt und ob seine Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier gefährdet ist, konnte der Westendorfer nicht beantworten. „Es ist aber nicht gänzlich ausgeschlossen, dass ich doch in Budapest starten kann“, will er zusammen mit dem DRB kurzfristig entscheiden, ob er am 16. März in Frankfurt/Main in den Flieger einsteigen wird.

Eigentlich war Horst Lehr für dieses Turnier vorgesehen. Weil die Nummer Eins im Limit bis 57 Kilo aber verletzungsbedingt ausfällt, nominierte Bundestrainer Jürgen Scheibe den Ostallgäuer. „Ich springe für ihn ein“, ist für Stechele die Vorfreude auf das Qualifikationsturnier trotzdem enorm. Auch wenn der 20-Jährige auf Grund seiner Knieverletzung nicht in Ungarn auflaufen kann, eine weitere Chance im Feld der Weltklasseathleten bietet sich Anfang Mai in Sofia. Voraussetzung ist, dass der DRB bei diesem Turnier auch Athleten dorthin entsendet.

Internationaler Auftritt

Seit Sonntag ist Luis Wurmser vom TSV Westendorf mit der Nationalmannschaft unterwegs. In Dunavarsány (Ungarn) steht ein Trainingslager auf dem Programm. Wie berichtet, ist der 16-Jährige seit 1. März offizielles Mitglied im Nachwuchskader des Deutschen Ringer-Bundes. „Wir werden viel im technischen und taktischen Bereich arbeiten“, betont Landestrainer Alexander Michael (Nürnberg). Höhepunkt des Aufenthalts ist ein internationaler Vergleichskampf mit Gastgeber Ungarn.

von Stefan Günter

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