Vorzeitig Meister

Westendorfer Ringer sind nicht mehr von Platz eins in der Südstaffel der Oberliga zu verdrängen

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Fans und Ringer feiern in Anger gemeinsam den vorzeitigen Titelgewinn in der Südstaffel der Bayerischen Oberliga.

Westendorf – „Ich bin einfach nur stolz.“ Robert Zech, Vorstand des TSV Westendorf, hat zusammen mit vielen mitgereisten Fans nicht nur einen heftigen Fight gegen den SC Anger erlebt, sondern nach dem 15:10-Auswärtssieg auch vorzeitig die Meisterschaft in der Südstaffel der Oberliga gefeiert.

Auch im neunten Kampf blieben die Ostallgäuer siegreich. Sie räumten am vergangenen Samstag den letzten noch verbliebenen Konkurrenten um den Titel aus dem Weg.

Freistil-Cheftrainer Jürgen Stechele verfolgte das Geschehen wie viele andere über die WhatsApp-Liveticker-Gruppe des TSV Westendorf mit. Weil er mit den Nachwuchsringern einen Spiele- und Badetag einlegte, fuhr Stechele nicht mit. „Es ist einfach geil. Der Aufwand über viele Wochen und Monate hat sich gelohnt“, freut er sich riesig für die Mannschaft, die in Anger Großartiges leistete. Angefeuert von den Schlachtenbummlern des Fanclubs „Allgäu Bulls“ schritten die Athleten zum vorentscheidenden Sieg. Fünf Duelle konnte Westendorf gewinnen.

Die Weichen auf Erfolg gestellt

Kampflos holte Michael Steiner im leichtesten Limit (57 kg/Griechisch-Römisch) die ersten vier Mannschaftspunkte. Das spielte dem TSV schon in die Karten. Patrick Riedler zwang im Halbschwergewicht Christian Pribil mit 6:2 Wertungspunkten in die Knie. Keine Probleme hatte Nikas Stechele. Der DRB-Kaderathlet holte sich in seinem achten Pflichtkampf den achten Überlegenheitssieg. Nach 2:16 Minuten war der Kampf gegen Lorenz Hagelauer vorbei. Felix Kiyek (98 kg/Griechisch-Römisch) gab gegen Simon Öllinger nur drei Mannschaftspunkte ab, während Nasrat Nasratzada (66 kg) unglücklich auf Schulter verlor. Zur Pause führten die Gäste mit 10:7. Damit stellte Westendorf bereits die Weichen für den Erfolg.

Sensationsabend

Denn im zweiten Kampfabschnitt leisteten die TSV-Akteure Unglaubliches. Simon Einsle (86 kg/Freistil) verlor gegen einen bärenstarken Benedikt Argstatter mit 0:1 Wertungspunkten. Auch Daniel Joachim (71 kg/Freistil) gab gegen Matthias Eckart nur einen Zähler ab. Als Matchwinner avancierte Michael Fichtl, der im Limit bis 80 Kilo im griechisch-römischen Stil mit der letzten Wertung Dennis Baumgartner in die Knie zwang. Mit dem technischen Überlegenheitssieg von Michael Heiß im vorletzten Kampf des Abends gegen Max März war der Sieg gegen den Tabellenzweiten eingetütet. Matthias Einsle unterlag abschließend gegen Markus Fürmann mit 0:2 Wertungspunkten. Doch zu diesem Zeitpunkt feierten Ringer und Fans den vorzeitigen Meistertitel in der Südgruppe. Auch Abteilungsleiter Thomas Stechele ließ sich den Sensationsabend nicht entgehen. „Was die Jungs geleistet haben, ist der Hammer und mit Worten nicht zu beschreiben. Jetzt freuen wir uns auf die Finalkämpfe am 14. und 21. Dezember.“ 

Stefan Günter

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