Westendorfer Ringer verlieren gegen Burghausen und Aue

Auf Platz drei abgerutscht

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Daniel Gastl (rotes Trikot) im Spitzenduell gegen den deutschen EM-Dritten Ramsin Azizsir.

Westendorf – Durch die beiden Niederlagen gegen Burghausen und Aue ist der TSV Westendorf in der DRB-Ringer-Bundesliga vom zweiten auf den dritten Platz abgerutscht. Zuvor legten die Ostallgäuer eine Serie von vier nicht verlorenen Begegnungen hin.

„Das Resultat geht absolut in Ordnung. Wir haben in Westendorf viele Weltklassekämpfe gesehen, einfach stark“, resümiert Thomas Stechele, Abteilungsleiter des TSV Westendorf, die 11:20-Niederlage gegen den SV Wacker Burghausen. Der Ligaprimus der Südost-Staffel trat mit den beiden Vize-Weltmeistern Beka Lomtadze (Georgien) und Magomedmurad Gadzhiev (Polen) sowie dem deutschen EM-Bronzemedaillengewinner von 2017, Ramsin Azizsir, an. Von insgesamt zehn Kämpfen gaben die Westendorfer sechs Duelle ab. Zakarias Tallroth (75 kg), Daniel Gastl (98 kg), Christopher Kraemer (66 kg) und Michael Heiß (80 kg) gingen am Ende siegreich hervor. Heiß feierte gegen den deutschen Meister Benjamin Sezgin seinen ersten Sieg in der DRB-Bundesliga. „Es war ein toller Kampf. Mir geht es einfach super“, strahlte er über das ganze Gesicht. In Topform präsentiert sich weiterhin Christopher Kraemer. Der DRB-Kaderathlet gewann souverän seinen Kampf gegen Andreas Maier. Der 22-Jährige steckt mitten in der Vorbereitung für die am 21. November beginnende U23-WM im polnischen Bydgoszcz. „Ich fühle mich fit. Ich nutze jeden Bundesligakampf als Training und Vorbereitung zugleich. Von Kampf zu Kampf kann ich mich messen und schauen wo ich stehe“, so der Westendorfer.

In Aue nicht vollzählig

Die Ringer des TSV Westendorf haben auch das zweite Duell gegen Erzgebirge Aue verloren. Nach dem knappen 13:15 daheim, folgte auswärts bei den Sachsen eine 10:18-Niederlage. Von den zehn angesetzten Kämpfen konnten die Allgäuer nur dreimal als Sieger von der Matte gehen. Neben Daniel Gastl (98 kg) und Christopher Kraemer (66 kg), gelang auch Mehmed Feraim im Limit bis 71 Kilogramm ein weiterer Sieg. Michael Heiß dagegen verlor sein Duell gegen Gabor Madarasi knapp mit 0:2. „Ich habe in den ersten drei Minuten unnötig eine Wertung nach einem Schulterschwung abgegeben“, bilanziert der 26-jährige Westendorfer. Obwohl er in der Folge der aktivere Ringer war, konnte er schon wie im Hinkampf seinen Gegner nicht bezwingen. „Am Ende ist es leider für mich ganz unglücklich gelaufen.“

Dass die Allgäuer mit nur neun Mann die Reise nach Sachsen antraten, kam noch erschwerend hinzu. Die Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil konnten sie nicht besetzen. „Der Ausfall von Philipp Heiß hat uns hier extrem geschmerzt“, so Cheftrainer Klaus Prestele. „Sicherlich wäre mehr drin gewesen, aber letztendlich war es ein verdienter Sieg von Aue.“ Der 39-jährige Übungsleiter hat diese vierte Saisonniederlage schon abgehakt: „Mund abwischen und jetzt den Blick auf Hallbergmoos richten“. Die Begegnung wird am Samstagabend in der Sparkassen Arena um 19.20 Uhr angepfiffen.

von Stefan Günter

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