Westendorfer Ringer verlieren gegen Hallbergmoos

Sechs Einzelsiege reichen nicht

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Einen Weltklassekampf erlebten die Fans zwischen Christopher Kraemer (rotes Trikot) und dem Schweden Hussam Omar.

Westendorf – Am Ende haben sechs Einzelsiege für den TSV Westendorf nicht zum erhofften Bayernderby-Sieg gegen den SV Siegfried Hallbergmoos gereicht. In der DRB-Ringer-Bundesliga verloren die Ostallgäuer ihren Heimkampf mit 13:16.

Auch deswegen, weil die Gäste in ihren vier siegreichen Duellen die maximale Punkteausbeute von jeweils vier Zählern verbuchten. „Das war heute der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin sehr zufrieden über unseren Ausgang“, bilanziert Michael Prill, Vereinsboss der Hallbergmooser. Für Cheftrainer Klaus Prestele haben die Gäste den Kampf clever gerungen. Und das, obwohl der 39-jährige Taktikfuchs die Aufstellung seines Teams etwas durcheinander gewirbelt hat.

Immer wenn sich Westendorf und Hallbergmoos gegenüber stehen, kochen in der Halle nicht nur die Emotionen hoch, sondern auch auf der Matte stehen jeweils enge und hitzige Duelle auf dem Programm. Im leichtesten Limit gewann zwar Fatos Durmishi gegen René Winter mit 11:10, doch hatten sich die Verantwortlichen insgeheim von ihrem Finnen etwas mehr erhofft, als nur einen gewonnen Punkt. Im Schwergewicht stand diesmal Daniel Gastl, der im Freistil Florian Lederer gegenüberstand. Der Tiroler Greco-Spezialist gab alles und zwang seinen Gegner mit 12:2-Wertungspunkten in die Knie. Lederers Vorgabe, keine vier Mannschaftspunkte abzugeben, erfüllte er. Die volle Punktausbeute holte sich dagegen in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm Mehmet Feraim. Der Bulgare gewann souverän gegen Thomas Kopp mit 15:0. Dadurch baute Westendorf seinen Vorsprung auf 8:0 aus. 

Im Schwergewicht hatte Matthias Kohler gegen den Litauer Vilius Laurinaitis keinen Auftrag. Nach 1:18 Minuten war der Kampf zu Gunsten des WM-Teilnehmers von Paris mit 17:0 gelaufen. Im letzten Kampf vor der Pause sahen die Zuschauer einen Weltklassebegegnung zwischen Christopher Kraemer und dem Schweden Hussam Omar. Trotz einer 4:0-Führung des DRB-Kaderathleten, kam der WM-Starter von 2017 nochmals auf 4:4 heran. Der Kampf war an Spannung kaum noch zu überbieten. Am Ende triumphierte der 22-jährige Kraemer mit 5:4 und sorgte für eine 9:4-Pausenführung.

Einen äußerst schweren Stand hatte im Limit bis 86 Kilogramm Patrick Riedler gegen Ergün Aydin. Der erfahrene Mittelgewichtler auf Seiten der Gäste entschied mit 15:0 Wertungspunkten dieses Duell für sich. Einen beherzten Auftritt legte Simon Einsle im Limit bis 71 Kilogramm hin. Eigentlich ist der 20-Jährige in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm daheim, kochte also für das Duell gegen Manuel Striedl ab und siegte mit 7:0. Mit Alex Kessidis hatte Michael Heiß (80 kg) einen ziemlich unangenehmen Ringer zum Gegner, der ebenfalls im August bei den kontinentalen Wettkämpfen in Paris auf der Matte stand. Heiß musste sich vorzeitig dem Schweden mit 0:15 geschlagen geben. Damit gingen die Gäste zum ersten Mal in diesem spannenden Kampf mit 12:11 in Führung. Obwohl Philipp Heiß im vorletzten Duell des Abends den Hallbergmooser Michael Prill mit 5:1 bezwang, hatte der DRB-Kaderathlet Andreas Walter auf Seiten der Gäste zum Abschluss leichtes Spiel gegen Lennart Wunderlich. Nach 1:33 Minuten war der Kampf vorzeitig beendet.

Westendorf gewann sechs Einzelkämpfe und verlor dennoch das Duell. „Wir haben einige Kämpfe zu niedrig gewonnen. Das ist sehr ärgerlich. Hallbergmoos hat es clever zu Ende gerungen“, so das Fazit von Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele. Mit 10:10 Punkten bleibt der TSV weiterhin auf Rang drei und blickt bereits auf den nächsten Kampf am kommenden Samstag, 11. November. Dann sind die Ostallgäuer beim Zweitplatzierten Johannis Nürnberg zu Gast.

von Stefan Günter/kb

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