Ohne Punkte

+
Fatos Durmishi gewann mit Bravour seine beiden Einzelkämpfe gegen Urloffen und Hallbergmoos.

Westendorf – Ohne Punkte sind die Westendorfer Ringer von ihren beiden Auswärtskämpfen in der 2. Bundesliga-Süd zurückgekehrt. Sowohl in Urloffen als auch in Hallbergmoos verloren die Ostallgäuer am Ende relativ deutlich. „Mit dem Wochenende kann ich nicht zufrieden sein“, so das deutliche Fazit von Cheftrainer Klaus Prestele.

Dabei musste er ohne die Siegringer Christopher Kraemer und Mehmed Feraim auskommen. Der amtierende Deutsche Meister von 2016 konnte aufgrund einer Handverletzung ebenso nicht auf die Matte gehen wie sein bulgarischer Vereinskollege Feraim. Ein Ausschlag auf der Haut wurde bereits auf der Waage in Urloffen festgestellt, was bedeutete, dass der 23-Jährige sowohl im Ortenaukreis als auch einen Tag später gegen Hallbergmoos nicht kämpfen durfte. „Ein Facharzt muss bestätigen, dass diese Hautveränderung nicht ansteckend ist“, erklärt Robert Zech, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, beim TSV Westendorf.

In Urloffen lagen die Ostallgäuer zur Pause mit 4:9 zurück. Fatos Durmishi (bis 61 kg) und Vladislav Metodiev (bis 98 kg) holten sich die Einzelsiege. Nach der Pause konnten nur noch Maximilian Goßner (bis 75 kg) und Michael Heiß (bis 86 kg) jubelnd von der Matte gehen. „Ohne Chris und Mehmed waren wir chancenlos. Urloffen hat toll gekämpft und der Sieg war unterm Strich verdient“, so das Resümee von Robert Zech. „Fehlt einem Team ein oder zwei Ringer, dann wird das gnadenlos bestraft, wie jetzt bei uns.“ Am Ende verlor Westendorf gegen die Badener mit 6:17.

Keine Chance

Sicherlich hatte man sich ein besseres Ergebnis gegen den SV Siegfried Hallbergmoos gewünscht. Doch bedingt durch die Ausfälle schrumpfte die Chance auf ein Erfolgserlebnis in der mit knapp 350 Zuschauern gefüllten Hallberg­halle. Gegen den Tabellenzweiten gelang Fatos Durmishi der einzige Einzelsieg. Mit 16:0 zerlegte er im leichtesten Limit bis 57 Kilogramm René Winter. Wie schon in der eigenen TSV-Arena gingen die restlichen neun Begegnungen an Hallbergmoos. Mit dem Unterschied, dass sie das Hinrundenergebnis von 15:2 noch toppten und einen 21:4-Kantersieg einfuhren. Schon zur Pause führte der Gastgeber mit 11:4. „Da war schon die Luft raus. Wir haben es probiert und einige Kämpfe noch sehr knapp gestaltet“, sieht Abteilungsleiter Thomas Stechele diese Pleite sehr sportlich. „Hallbergmoos war bombig aufgestellt. Es war einfach nicht mehr drin.“ Man habe sich vernünftig verkauft und sich nicht abschlachten lassen. Christian Stühle bringt es auf den Punkt: „Hallbergmoos liegt uns einfach nicht“, geht der Blick nach vorne. „Wir konzentrieren uns jetzt auf Nürnberg. Da stehen wir wieder voll da und haben mit den Johannisern einen Gegner mit ähnlichen Kaliber.“

Der vorletzte Heimkampf in dieser Saison gegen die Franken wird am Samstag, 3. Dezember, um 19.20 Uhr im Bürgerhaus Alpenblick angepfiffen.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schiedsrichter Herbert Asner pfiff letztes Spiel
Kaufbeuren
Schiedsrichter Herbert Asner pfiff letztes Spiel
Schiedsrichter Herbert Asner pfiff letztes Spiel

Kommentare