Zuhause stark, auswärts bestraft

ESVK gewinnt 6:2 gegen Eispiraten, unterliegt aber in Dresden mit 2:1

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Es gab für die Gäste aus Crimmitschau kaum ein Durchkommen. Am Ende siegt der ESVK mit 6:2 in der erdgas schwaben arena.

Kaufbeuren – Das Sonntagsspiel führte die Kaufbeurer Joker zu den Dresdner Eislöwen. Dort gab es eine 2:1-Niederlage bei den Eislöwen, die sich durch ein „Sechs-Punkte-Wochenendes“ aus ihrer Krise befreiten. Dem ESVK gelang aber am Freitagabend zuhause ein 6:2-Erfolg über die Eispiraten aus Crimmitschau. Damit befinden sich die Joker mit 20 Punkten auf Rang vier der DEL2.

Heimstärke der Joker

Nach dem zuletzt verlorenen Match gegen die Lausitzer Füchse sorgten die Jungs von Trainer Andreas Brockmann gegen die Eispiraten aus Crimmitschau mit 6:2 Toren für einen Heimerfolg vor 2432 Zuschauern.

Es war ein von beiden Seiten sehr offensiv geführtes Match, bei dem es rauf und runter ging. Lediglich die Treffer waren lange Fehlanzeige. Erst als sich der stets unermüdliche Jere Laaksonen in der 33. Minute durchtankte und zum 1:0 traf, war der Bann gebrochen. Im Drei-Minutentakt folgten dann die nächsten zwei Treffer durch Branden Gracel. Damit waren die Eispiraten angeschlagen. Zwar kamen die Gäste nach 43 Minuten zum Anschlusstreffer, doch Max Schmidle stellte den alten Abstand wieder her. In der Folge traf nach einem Gegentreffer noch zweimal Sami Blomqvist für die Joker zum 6:2-Endstand.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann sah vor allem ein gutes zweites Drittel, bei dem der erste Treffer seinem Team quasi Flügel verlieh. Gästecoach Kim Collins sah mit dem ESVK den verdienten Sieger an diesem Abend.

Dresden im Aufschwung

Mit dem zweiten Erfolg am Wochenende befreiten sich die Eislöwen aus ihrer sportlichen Krise. Der ESVK musste neben den verletzten Akteuren wie Simon Schütz, Steven Billich, Daniel Oppolzer und Phillip Messing auch auf Florin Ketterer verzichten. Darüber hinaus waren einige Spieler noch krankheitsbedingt angeschlagen.

Bei den Dresdnern fehlte der gesperrte Topscorer Jordan Knackstedt. Das Match zweier ebenbürtiger Teams endete mit einem knappen Erfolg für die Gastgeber. Ihr großer Rückhalt war Torhüter Marco Eisenhut. Lediglich gegen den Führungstreffer durch Branden Gracel nach elf Minuten war er machtlos. In der Folge hatten die Joker mehrere Chancen, aber auch die Eislöwen hatten Pech mit einem strammen Pfostenschuss. Vier Minuten später folgte dann doch der Ausgleich, als die Gastgeber im dritten Nachschuss erfolgreich waren. Dies war auch der Pausenstand.

Im zweiten Drittel dominierten anfangs die Eislöwen, doch nach sieben Minuten bekamen sie eine doppelte Strafe aufgebrummt. In dieser zweiminütigen Fünf-gegen-drei-Überzahl versäumten es die Joker erneut in Führung zu gehen.

Vielleicht hatte auch die Strafenhäufung (Kapitän Sebastian Osterloh saß alleine schon viermal auf der Sünderbank) der Joker damit zu tun, dass sie an diesem Tag nicht wie gewohnt ins Spiel fanden. Eine weitere Überzahl nutzen die Dresdner dann in der 50. Minute zum 2:1. Dies sollte auch schon der Endstand vor 1878 Zuschauer in der EnergieVerbundArena in Dresden sein.

Am Freitag nach Kassel

Schon am Freitag steht die nächste schwere Aufgabe für die Kaufbeurer bei den Kassel Huskies an. Die Hessen sind aktuell auf Rang Sechs mit 16 Punkten zu finden. Zuletzt verloren die Huskies in Bayreuth und zuhause gab es diese Saison schon gegen Ravensburg und Freiburg nach Verlängerung eine Niederlage. Topscorer im Team von Franco Rossi ist der aus Garmisch gewechselte Richard Mueller mit zwölf Punkten. Ihre Stärken haben die Huskies ansonsten im Überzahlspiel.

von Werner Mayr

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