Großer Andrang bei der Saisonabschlussfeier in der Sparkassen Arena

Aufbruchsstimmung beim ESVK

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Die Top-Stürmer Michael Fröhlich (links) und Daniel Menge bleiben dem ESVK in der kommenden Saison erhalten.

Kaufbeuren – Relativ kurzfristig lud der Eissportverein Kaufbeuren seine Anhänger und Freunde am vergangenen Samstagabend zu der alljährlichen Saisonabschlussfeier ein. Trotzdem kamen sehr viele Fans in die inzwischen abgetaute Sparkassen Arena.

Die Örtlichkeit war gut gewählt, denn bei dem großen Andrang heuer wäre die in vorigen Jahren genutzte Zeppelinhalle fast zu klein gewesen. So konnten sich die Anhänger bequem an etlichen Stehtischen und über 40 vollbesetzten Bierzeltgarnituren die tur- bulente und bewegte Saison, wie das positive Finale in Gesprächen nochmals Revue passieren lassen. 

Aufbruchsstimmung 

Vorstand Karl-Heinz Kielhorn eröffnete mit einem kurzen Rückblick auf die abgelaufene Spielzeit die Veranstaltung. Doch die Spannung unter den Zuhörern steigerte sich, als es um die Zukunft des Klubs ging. Um auch in zwei Jahren möglichst zweitklassig in der neuen Arena auflaufen zu können, wurden zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. 

Michael Kreitl nun Geschäftsführer 

Am Freitag wurde die „ESVK-Spielbetriebs GmbH“ gegründet. Der Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Michael Kreitl. Der 39-jährige Ex-Joker beendete seine aktive Laufbahn vor einer Woche und wechselt nun sein Aufgabengebiet. Als ehemaliger Aktiver des ESVK kennt er den Klub und das Umfeld hier in Kaufbeuren sehr gut. Insgesamt hat der gebürtige Schongauer über 1100 Spiele im Profi-Bereich absolviert. 

Die Gesellschafter sind davon überzeugt, dass die Ernennung von Michael Kreitl, der einer von vielen Bewerbern für diese Position war, die richtige Entscheidung ist. Kreitl verfügt über ein hervorragendes Netzwerk, angefangen in der DEL, über die DEL 2, bis hin zu den verschiedenen Oberligen. Deshalb wird er sich nicht nur um die wirtschaftlichen, sondern auch um die sportlichen Belange des ESV Kaufbeuren kümmern. 

Gesellschafter Thomas Hübner dazu: „Michael Kreitl kennt den ESVK aus seiner Zeit als Spieler und weiß daher um die aktuellen Stärken und Schwächen der Joker. Es gilt nun die Stärken auszubauen und die Schwächen zu minimieren. Neben seiner sportlichen Kompetenz verfügt Kreitl auch über solide wirtschaftliche Ausbildung, welche für die finanziellen Notwendigkeiten von großer Bedeutung sind. Zudem werden der Neubau des Stadions und die damit verbundenen Gespräche mit der Stadt und den Beteiligten eine weitere zusätzliche Aufgabe sein. 

Der bisherige, kurzfristig im Januar in die Position als Sportlicher Leiter des ESVK, eingesprungene Vorstand Thomas Schmidt, dem es gelang das Team so umzubauen, dass die Liga erhalten wurde, bekam riesen Applaus für seine geleistete Arbeit und wird nun eine andere neue Aufgabe im Vorstand übernehmen. 

Zwei Vertragsverlängerungen 

Tosender Beifall kam auf die Ansage von Geschäftsführer Michael Kreitl hinauf, als er die Vertragsverlängerung von Topscorer und Kapitän Daniel Menge, sowie seinem Sturmpartner Michael Fröhlich bekannt gab. Beide Top-Stürmer konnten trotz höher dotierter Angebote verschiedener DEL 2-Klubs beim ESVK gehalten werden. 

Neuzugang Michael Baindl 

Zudem konnte der erste Neuzugang vermeldet werden. Mit dem 28-jährigen Mittelstürmer wechselt ein sehr erfahrener Stürmer mit 72 DEL und 312 DEL 2 Einsätzen zum ESVK. Michael Baindl spielte zuletzt beim Nachbarklub EC Peiting, wo er mit 61 Punkten Topscorer des Oberligisten war. Eine Saison zuvor bildete er zusammen mit Michael Fröhlich das torgefährlichste Oberliga-Duo. 

Vor seiner Zeit in Peiting schnürte Baindl drei Jahre lang seine Schlittschuhe für die Straubing Tigers in der DEL. Mittels einer Förderlizenz lief er in dieser Zeit auch für die Zweitligisten EV Landshut und SC Riessersee auf, bevor er schließlich für zwei Spielzeiten bei den Starbulls Rosenheim stürmte. 

Neben diesen drei Personalien sind noch Torhüter Stefan Vajs, Verteidiger Gregor Stein und die Stürmer Max Schmidle und Daniel Oppolzer bereits unter Vertrag. Den Rest des Abends bildete die obligatorische Versteigerung der Spielertrikots mit Unterschriften. Hier griffen manche Fans tief in die Tasche. 

Die meisten Besucher machten sich am Schluss mit einem positiven Eindruck auf den Heimweg und hoffen nach drei mageren Jahren wieder auf einen Aufwärtstrend ihres ESV Kaufbeuren.

von Werner Mayr

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