Lewis schießt den ESVK in den Schlusssekunden ins Playoff-Viertelfinale

ESVK bezwingt zweimal Bietigheim

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500 Pflichtspiele für den ESVK: Dafür wurde Max Schmidle geehrt, auch die Fans danken‘s ihm.

Kaufbeuren – Die Pre-Playoffs gegen die Bietigheim Steelers haben die erwartete Spannung und Ausgeglichenheit beschert. Zweimal hatten die Kaufbeurer Joker in den Schlusssekunden den Sieg unter Dach und Fach gebracht. In Bietigheim siegten die Joker am Freitag mit 3:4 und am Sonntag zuhause mit 3:2.

Auftaktsieg in Bietigheim

Die Vorleistung erfolgte am Freitag. ESVK-Coach Andreas Brockmann konnte seit langer Zeit wieder auf die Verteidiger Philipp ­dePaly und Alex Thiel zurückgreifen. Damit hat die Abwehr wieder enorm an Qualität gewonnen. Die Kaufbeurer kamen gleich gut ins Spiel. Schon die erste Überzahlgelegenheit nach drei Minuten nutzen sie zu ihrer Führung. Joey Lewis erkämpfte sich an der gegnerischen Torlinie die Scheibe und passte zu Sami Blomqvist vor dem Tor. Der Toptorjäger ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum 0:1. Die Gastgeber ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und kamen nur zwei Minuten darauf durch einen Konter zum Ausgleich. Die Steelers drückten nun vermehrt und nach 15 Minuten gelang ihnen die erstmalige Führung in dieser Partie, was zugleich auch den Pausenstand bedeutete.

Wieder in Überzahl gelang dem ESVK nach 23 Minuten der Ausgleichstreffer. Diesmal konnte Lewis auf Zuspiel von Antti Kerälä verwandeln. Zuvor ließ Bietigheims Goalie Williams einen Schuss von Branden Gracel abprallen, der zu Kerälä kam. Vier Minuten später gelang Florin Ketterer mit einem schönen Schlenzer ins Kreuzeck die 2:3 Führung für die Joker. Jetzt wurden die Steelers aggressiver. Nach einem vom Schiedsrichtergespann nicht geahndeten üblen Bandencheck von Gegner Hüfner an Max Schmidle knöpfte sich Alex Thiel den Übeltäter vor. Beide Kontrahenten bekamen dann vier plus zehn Minuten Strafzeit aufgebrummt.

Matchstrafe gegen Sharipov

Gleich nach Drittelbeginn spielte sich eine undurchsichtige Szene im Kaufbeurer Torraum ab. Dabei wurde der am Boden liegende Kaufbeurer Schlussmann Sharipov von Steelers Stürmer niedergedrückt und als sich der Torhüter aus der misslichen Lage mit einem Befreiungsschlag freimachen wollte, werteten dies die Schiedsrichter als Schlag mit der Stockhand und brummten dem völlig überraschten Sharipov unversehens eine Matchstrafe auf. Jetzt musste wieder Jan Dalgic ran. Der junge Torhüter zeigte einmal mehr, dass auf ihn absolut Verlass ist und hielt die Joker mit etlichen Paraden sauber im Spiel. Die Bietigheimer hatten nun fünf Minuten lang die Überzahlchance. Doch die größte Chance dabei bot sich dem ESVK, als Daniel Oppolzer dem gegnerischen Verteidiger an der blauen Linie die Scheibe abnahm und völlig allein, nur verfolgt noch von ESVK-Stürmer Florian Thomas, auf den Steelers Torhüter Williams zufuhr, aber leider scheiterte. Den Steelers gelang dann doch noch in Überzahl der Ausgleich durch Matt McKnight. Effektive Torszenen vor 2473 Zuschauern waren im Anschluss eher Seltenheit. Dann doch ein Happyend für die Joker. 32 Sekunden vor Schluss eroberten die Kaufbeurer den Puck im gegnerischen Drittel, Kapitän Julian Eichinger passte gekonnt auf den freistehenden Calvin Pokorny, der zog ab und der Puck trudelte ins Tor. Jere Laaksonen stocherte sicherheitshalber noch nach, aber der Puck war schon drin. Offiziell wurde Laaksonen als Torschütze gelistet. Wie dem auch sei, der Sieg vor über 300 mitgereisten Jokerfans war sicher, daran konnte selbst eine kurz darauf verhängte Bankstrafe nichts mehr ändern.

Heimsieg bringt Viertelfinale

Torhüter Ilya Sharipov wurde vom Disziplinarausschuss der Liga am Samstag für ein Spiel gesperrt. Zum Glück hat der ESVK ja Jan Dalgic. Dieser stand am Sonntag beim zweiten Match zwischen den Pfosten. Vor 2853 Zuschauern in der erdgas schwaben arena boten die Kaufbeurer in einem auf ausgeglichener Ebene stattfinden zweiten Match ein gute und erfolgreiche Vorstellung. Vor Beginn wurde noch Max Schmidle für sein kürzlich absolviertes 500. Spiel im ESVK-Trikot geehrt.

Blomqvist brachte die Hausherren nach sieben Minuten mit einem schönen Treffer in Führung. Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe die Steelers durch den ehemaligen Joker Monteith ausgleichen konnten. Drei Minuten später gelang Max Schmidle der 2:1-Führungstreffer in Überzahl. Noch in derselben Minute schlugen die Steelers prompt zurück. Es folgten nun spannende Torszenen auf beiden Seiten, ein völlig ausgeglichenes Match. Elf Sekunden vor Spielende dann das Happyend: Torhüter Dalgic passte auf Kapitän Julian Eichinger, der weiter mit einem Traumpass auf den durchstartenden Joey Lewis. Er schloss den Konter perfekt mit den Tor zum 4:3 ab, als er Steelers Torhüter Williams tunnelte. Die Halle bebte und feierte!

Freitag in Kassel gegen die Huskies

Damit haben es die Kaufbeurer nun mit den Kassel Huskies zu tun. Auftakt der Viertelfinalserie ist am Freitag in Kassel, das erste Heimspiel dann am Sonntag in Kaufbeuren.

von Werner Mayr

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