Zweimal das Ergebnis 4:3 – Nach starkem Match ohne Punkte in Ravensburg

Joker ringen die Löwen nieder

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ESVK-Stürmer Max Schmidle macht Druck auf den Keeper der Frankfurter Löwen.

Kaufbeuren – Das vergangene Wochenende hatte es in sich. Die Kaufbeurer Joker mussten gegen die beiden Ligaführenden antreten. Am Freitag gab es beim Spitzenreiter in Ravensburg nach starkem Match eine denkbar knappe 4:3-Niederlage. Erfolgreicher lief es am Sonntag zuhause gegen die Frankfurter Löwen. Ebenfalls mit 4:3 Toren endete die Partie, diesmal gewannen die Kaufbeurer nach einem hart umkämpften Match.

Rang Drei in der DEL2

Dieser Erfolg bedeutet für den ESVK weiterhin einen hervorragenden dritten Rang in der DEL2 mit 29 Punkten und einem Torverhältnis von 62:43. Bester Scorer der gesamten Liga ist der finnische Kontingentstürmer des ESVK Sami Blomqvist mit 29 Punkten.

Knappe Niederlage in Ravensburg

Mit 4:3 endete das Match am Freitagabend beim Tabellenführer in Ravensburg. Vor ausverkauftem Haus mit 3418 Zuschauern waren die Kaufbeu­rer ein ebenbürtiger Gegner. Die frühe Führung der Towerstars glich Blomqvist kurz darauf aus. In der 22. Minute gingen die Joker durch Gracel in Führung. Den Ausgleich der Gastgeber machte Blomqvist mit dem dritten Tor der Joker zunichte. Zwei Leichtfertigkeiten der Joker brachten die Kaufbeurer um den verdienten Erfolg. Die Towerstars kamen dabei zu den zwei Treffern zum 4:3-Endstand.

Frankfurt Löwen gezähmt

Das Spiel versprach, was die 2869 Zuschauer in der erdgas schwaben arena erwarteten, Tempo und Spannung bis zum Schluss. Nach einem Abtasten beider Teams in den ersten zehn Minuten traten auch die erwarteten Torszenen in Erscheinung.

Jere Laaksonen brach den Bann, als er in der elften Minute im Nachschuss den Puck vorbei an Frankfurts Torhüter Felix Bick in die Maschen setzte. Es ging gleich brisant weiter, zuerst ein Schuss der Joker an die Latte des Gästetores und fast im Gegenzug ein satter Schuss der Löwen an den Pfosten des Kaufbeurer Gehäuses. Drei Minuten vor der ersten Pause kamen die Frankfurter in Überzahl zum Ausgleichstreffer. Doch das Drittel war noch nicht zu Ende, als Sami Blom­qvist mit einem platzierten Schuss in Überzahl die Führung für die Joker wieder herstellte.

Gleich schwungvoll ging es im zweiten Durchgang weiter. Nach einem Pfostenschuss von Phillip Messing konnten die Gäste kurz in Überzahl agierend, den 2:2-Ausgleich erzielen. Es ging fast im Minutentakt weiter, zuerst eine Riesenchance von Joey Lewis, dann folgte der nächste Pfostentreffer der Löwen.

Zu Beginn des letzten Drittels fielen dann die letztendlich entscheidenden drei Treffer. Zuerst brachte Ossi Saarinen nach 42 Minuten den ESVK wieder in Führung, doch kaum war der Jubel verklungen, da glichen die Gäste mit einem Verlegenheitstreffer aus.

Noch kürzer als der Abstand zwischen diesen beiden Toren war dann der Abstand zum 4:3 durch Branden Gracel. Es waren nur kurze neun Sekunden vom Anspiel weg zum Torschuss. Noch sollten aber 16 spannende Minuten folgen, darunter ein Pfostentreffer von Blom­qvist und einige hochkarätige Chancen der Löwen. Diesmal ging es gut und die Joker und deren Anhang durften sich am Erfolg freuen.

Während Frankfurts Trainer Matti Tiilikainen die vergebenen Chancen, vor allem in Überzahl, seines Teams als Hauptgrund für die Niederlage ansah, freute sich ESVK-Trainer Brockmann über den Sieg. Riesen Kompliment an sein Team: Man habe eine „absolute Topmannschaft“ hervorragend niedergekämpft.

Freitag kommt Bietigheim

Das kommende Heimspiel bringt am Freitag schon den nächsten Kracher. Zu Gast sind die Bietigheim Steelers, aktuell Tabellenfünfter. Die Souveränität der letzten Jahre ist heuer bei den Ellentalern noch nicht vorzufinden. Der Trainerwechsel und die Verjüngung im Team haben noch nicht so gegriffen. Neuer Mann an der Bande ist seit Saisonbeginn Hugo Boisvert, der den langjährigen Coach Kevin Gaudet ablöste. Selbst bei den Heimspielen wirkten die Steelers nicht überzeugend, es gab zuhause Niederlagen gegen Freiburg, Frankfurt, Weißwasser und Kassel. Gegen den ESVK gewannen sie ihr Heimspiel Ende September jedoch mit 4:2 Toren. Doch letzten Sonntag siegten die Schwaben mit 9:1 in Deggendorf.

Am Freitag bietet sich gegen den amtierenden Meister nun die Gelegenheit, die bisherige Gesamtbilanz gegen die Schwaben auszugleichen. Topscorer der Steelers ist der Kanadier Matt McKnight mit 26 Punkten.

von Werner Mayr

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