Zweistelliger Sieg in der Vorbereitung

Joker siegen gegen Mulhouse, unterliegen aber in Lustenau

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ESVK-Nachwuchstalent Markus Schweiger, der am Wochenende seinen 17. Geburtstag feiert, gab eine gute Leistung ab.

Kaufbeuren – Das zweite Heimmatch in der Vorbereitung des ESVK fand am Freitagabend in der erdgas schwaben arena gegen den französischen Erstligisten aus Mulhouse statt. Hier setzten sich die Joker in einem torreichen Spiel klar mit 11:3 Toren durch. Wesentlich weniger Treffer fielen am Samstagabend, als sich die Joker beim österreichischen EHC Lustenau bei einer 4:3-Niederlage nach Verlängerung geschlagen geben mussten.

Lehrreiche Testspiele

Gerade das Heimspiel am Freitag gegen die anfangs sehr offensiv eingestellten Elsässer offenbarte doch noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, denn teilweise funktionierte das Aufbauspiel aus der Abwehr gar nicht und die Gäste kamen anhand der Fehlpässe immer wieder gefährlich vor das von Stefan Vajs gehütete Gehäuse.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann musste am Wochenende noch auf den angeschlagenen ­Mike Mieszkowski und den erkrankten Tobias Wörle verzichten. Dafür durfte wieder Nachwuchstalent Markus Schweiger ran, der gleich in der zweiten Angriffsformation neben Laaksonen und Saarinen stürmen durfte. Den Auftakt machte Joey Lewis mit dem 1:0, als er einen mustergültigen Pass von seinem Sturmkollegen Sami Blomqvist eiskalt verwandelte. Die Gäste machten weiter Druck und kamen zum Ausgleich. Noch vor der Pausensirene sorgte Verteidiger und ESVK-Kapitän Julian Eichinger mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zur erneuten Führung.

Nach dem 3:1 durch Louis Latta kamen die Gäste mit einem Doppelschlag zurück und es stand 3:3-

Unentschieden. Die Elsässer wechselten dann zur Hälfte den Torhüter und brachten ihren 18-jährigen Nachwuchstorhüter, der in der Folge den nun immer stärker dominierenden Joker standhalten musste. Zwei Treffer fielen noch im zweiten Abschnitt, zuerst durch Ossi Saarinen und dann durch Lewis.

Im letzten Drittel bauten die Gäste umso mehr ab, je mehr die Joker aufdrehten. Joey Lewis mit seinem dritten Tor, Sami Blomqvist, Fabian Koziol, Ossi Saarinen, Max Schmidle und Alex Thiel konnten sich noch in die Torschützenliste eintragen. So sahen die 1856 Zuschauer ein torreiches und flottes Testspiel, bei dem nur dem auffällige wirbelnden Youngster Markus Schweiger nach einem starken Match der Tor­erfolg versagt blieb.

Lustenau nutzt Heimvorteil

Keine 24 Stunden später dann gleich das nächste Testspiel beim österreichischen Nachbarn in Lustenau. Die Vorarlberger spielen in der AlpsHL (Alps Hockey League), der zweithöchsten Eishockeyliga in Österreich. In ihrem ersten Heimspiel wurden die Vorarlberger gleich von Beginn an in die Defensive gedrückt. Sie konnten aber bis zur ersten Pause das torlose Remis halten.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild, die Joker schnürten die Gastgeber in ihrem Drittel geradezu ein. Doch die Treffer fielen ganz unverhofft auf der anderen Seite. In der 36. Minute das 1:0 für die Hausherren, nur drei Minuten später gar das 2:0.

Nun machte der ESVK in den letzten Minuten noch mehr Dampf, der Lohn folgte postwendend. Innerhalb von drei Minuten trafen die Kaufbeurer gleich dreimal. Zuerst Florian Thomas, dann Jere Laaksonen nach einer gelungenen Kombination mit Ossi Saarinen und Markus Schweiger und zum Dritten dann Verteidiger Fabian Koziol. Es schien, als ob sich die Joker nun auf der Siegerstraße befänden. Doch Lustenaus Neuzugang Matt Carter markierte vier Minuten vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den 3:3-Ausgleich.

In der anschließenden Verlängerung sicherten sich die österreichischen Gastgeber nach nur 18 Sekunden mit dem vierten und spielentscheidenden Treffer den Heimsieg. Im Tor der Joker stand Stefan Güßbacher und der Backup war Neuzugang Jan Dalgic. ESVK-Stürmer Joans Wolter bekam einen Schuss in den Nacken und musste in der zweiten Drittelpause ins Krankenhaus zur Untersuchung. Doch inzwischen konnte von Vereinsseite aus Entwarnung gegeben werden.

Freitag bei Tölzer Löwen

Kommendes Wochenende steht ein Doppelvergleich mit dem Ligakonkurrenten EC Bad Tölz an. Der diese Spielzeit erheblich verstärkte Kader der Isarwinkler und mit großen Zukunftsvisionen bedacht, musste bei der 6:4-Niederlage in Garmisch aber einen Dämpfer einstecken.

von Werner Mayr

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