Große Erfahrung

Krusch räumt ab

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Manfred Krusch präsentiert stolz seine Trophäen. Foto: privat

Durach/Haren – Einen Riesenerfolg feierte Manfred Krusch vom Karateverein Durach/ Weidach am Samstag auf der Deutschen Meisterschaft der Masterklasse in Haren (Ems). Der 60-Jährige startete sowohl in der Disziplin Kata (Kampf gegen imaginäre Gegner) als auch im Kumite (Freikampf) und gewann beide Titel.

Manfred Krusch betreibt seit 1976 Karate und ist einer der erfolgreichsten Trainer in Bayern. Nach einer vierjährigen Meisterschaftspause, griff der 1. Vorsitzende und Cheftrainer des Karatevereins Durach/Weidach am Samstag wieder ein ins Geschehen. Seit August bereitete er sich auf die Deutsche Meisterschaft vor. Im Vergleich zu seiner letzten Teilnahme im Jahr 2008, als er den Titel im Kumite gewann, konnte er heuer sogar noch eins draufsetzen: Der 60-Jährige erkämpfte sich die Titel in der Kata und im Kumite.

Mit den Katas Jion und Bassai Dai, die er sauber und dynamisch vortrug, besiegte Krusch seine Vorrunden-Gegner in der Masterklasse Ü60 und qualifizierte sich somit für das Finale. Hier war Hans Bardua sein Konkurrent. Der Kaiserslauterer zeigte eine starke Kata der Stilrichtung Shito-Ryu. Krusch konterte mit der Kata Sochin aus der Stilrichtung Shotokan. Er überzeugte dabei mit sehr schnellen Techniken und einer guten Ausstrahlung die Kampfrichter und holte sich den Titel.

Da es in dieser Klasse über 60 Jahre kein Kumite mehr gibt, trat Krusch in einer Klasse niedriger, bei den über 50-Jährigen bis 80 Kilogramm an. Nach einem durchwachsenen Auftaktkampf, den er am Ende mit 3:1-Punkten gewann, kam bei Krusch die Entschlossenheit und Selbstsicherheit zurück. Mit starken Kontertechniken  und schnellen Faustangriffen besiegte der 60-Jährige seine Gegner und schaffte auch hier den Sprung ins Finale. Dort ließ er seinem Gegner, Martin Lipkow aus Neckarsulm, keine Chance und sicherte sich mit einem klaren 4:0 den zweiten Deutschen Meistertitel an diesem Tag.

Vorbild sein

Nach dieser tollen Leistung meinte Manfred Krusch: „Ich bin sehr stolz auf diese Meistertitel. Ich muss und möchte ein Vorbild sein und habe mich sehr schinden müssen für dieses Comeback.“ Elf Kilogramm hat der 60-Jährige abtrainiert und  Kraft, Kondition, Ausdauer und Schnelligkeit aufgebaut. „Ich wollte auch ein Zeichen setzen für die Jugend und für die Älteren. Wenn man etwas erreichen will, schafft man es auch. Man muss nur eine gute Selbstdisziplin und ein gutes Selbstvertrauen haben, dann kann man alles erreichen was man will“, betonte er.

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