Favorit Stuttgart setzt sich durch

2200 Fans feiern Football-Spektakel

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Christian Hafels (Nummer 11) war diese Saison eine der wichtigen Stützen im Comets-Team.

Kempten – Mit einer denkbar knappen 41:44-Niederlage gegen die Stuttgart Scorpions verabschiedeten sich die Allgäu Comets am Sonntag aus der GFL-Saison 2014. Nach 20 Jahren kehrten sie eindrucksvoll ins Football-Oberhaus zurück und konnten einen soliden fünften Tabellenplatz belegen.

Das angekündigte Feuerwerk brannte schon beim Einlauf der Mannschaft ab. So bedankte man sich bei allen Importspielern einzeln für das tolle Jahr und auch einen Abschied gab es zu verzeichnen. Muhammet Yilmaz beendet nach 20 Jahren seine Footballerlaufbahn.

Doch auch für ein Feuerwerk auf dem Feld sorgte das Team von Brian Caler von Beginn an. Die Offense um Shane Jackson zeigte ihr Können und so dauerte es nicht lange bis die 2200 Zuschauer im Kemptener Illerstadion dank Kevin Conrath das erste Mal jubeln durften. Den Extrapunkt (PAT) verwandelte Maxi Feneberg sicher. Doch auch die Gäste ließen sich nicht lange bitten und konnten gleich im nächsten Angriff ausgleichen.

So lag es wieder am Angriff der Allgäuer. Diesmal war es Christian Hafels, der den Pass von Shane Jackson fangen konnte und noch weitere 60 Yards in die Endzone spurtete. PAT Maxi Feneberg. Doch auch diesmal fanden die Scorpions eine schnelle Antwort. Nach dem Seitenwechsel gelang ihnen gleich der Ausgleich zum 14:14. Im folgenden Angriff musste man sich vom Ball trennen, was zur Folge hatte, das Stuttgart dies eiskalt ausnutzte und per Pass auf 21:14 erhöhen konnte. Doch die Allgäuer boten ihren Fans ein wahres Traumspiel. 50-Yard-Pass von Jackson auf Webb und die restlichen Meter überbrückte der Quarterback dann selbst. Auch der Extrapunkt gelang wieder.

Doch wie sollte es anders sein, Stuttgart antwortete wieder mit einem Touchdown. Der folgende Angriff brachte die Comets nicht in die Endzone, so mussten sie sich wieder vom Ball trennen. Sekunden vor der Halbzeit gelang den Schwaben durch ein Fieldgoal der Halbzeitstand von 31:21.

Die Aktion des Tages steuerten Ariel Mofondo und Marco Haslach im dritten Quarter bei. Mofondo konnte den Scorpions-Quarterback so tackeln, dass dieser den Ball verlor. Haslach reagierte blitzschnell, nahm den Ball auf und trug ihn sicher über 60 Yards in die Endzone zum 28:31 aus Comets-Sicht. Doch auch diesmal fanden die Gäste eine Antwort. Nur der Extrapunkt ging daneben. Das muntere Touchdown-Spektakel ging weiter. Jackson bediente Brandon Kohn über 40 Yards und dieser konnte ungehindert in die Endzone laufen. PAT Maxi Feneberg. Und diesmal mussten sich auch die Stuttgarter vom Ball trennen. Die Allgäu Comets nutzten ihre Chance und Jackson bediente wieder Christian Hafels für die nächsten Punkte. Die geplante Two-Point-Conversion gelang nicht. Neuer Spielstand 41:37 für die Comets. Doch die Antwort kam nach dem ersten Spielzug. Ein 60-Yard-Lauf nach einem kurzen Zuspiel der Stuttgarter Offense brachte die letzten Punkte aufs Scoreboard (41:44). Das Spiel endete mit einem versuchten tiefen Pass auf Orlando Webb, welcher spektakulär von den Gästen gefangen werden konnte bei ausgelaufener Uhr.

So verabschiedeten sich die Allgäu Comets nach der Ehrung vom AFVD zum Verein des Jahres 2013 durch Vizepräsident Josef Andres von ihren treuen Fans. Den Stuttgartern bleibt noch viel Glück zu wünschen für das Play-Off Spiel zuhause gegen die Cologne Falcons.

Florian John

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