Trotz Heimniederlage gegen Wiesbaden ist der Aufstieg im zweiten Anlauf perfekt

Comets verteidigen sich in die erste Liga

+
Ausgelassen feiern die Comets nach dem Spiel den Aufstieg in die GFL.

Kempten – Es ist geschafft. Mit einem 37:21-Sieg im Hinspiel und einer 34:44-Niederlage im Rückspiel am Sonntag schaffen die Allgäu Comets im zweiten Anlauf den ersehnten Aufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse, die German Football League (GFL).

2700 begeisterte Zuschauer, darunter auch einige aus dem Lager der Phantoms, sorgten im Illerstadion für lautstarke und gute Unterstützung für beide Teams. Dabei erlebten die Comets gleich zu Beginn eine Schrecksekunde: Orlando Webb blieb nach einem harten Tackle liegen. Doch nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für ihn doch weiter. Den besseren Start in die Partie hatten trotzdem die Gäste. Wie schon im Hinspiel war es wieder Willi Milhouse, der die ersten Punkte erzielte. Doch auch die Comets konnten punkten, und wie. Shane Jackson bedient Orlando Webb und Stefan Hafels verwandelt den Extrapunkt zum 7:7. Doch Wiesbaden wollte es wissen. Einmal mehr war es der überragende Milhouse mit den nächsten Punkten. Doch auch diesmal fanden die Gastgeber die passende Antwort: Konstant bewegte man den Ball über das Feld und so war es wieder Orlando Webb (PAT Stefan Hafels) mit den nächsten Punkten. Vor der Halbzeit gelang den Gästen aus Hessen die erneute Führung durch Milhouse. 

Gegen ihn, so schien es, fand die Verteidigung der Comets einfach kein Mittel. Auch nach der Halbzeit war Wiesbaden weiter am Drücker. Den Ballbesitz musste Shane Jackson und seine Offense durch eine Interception wieder abgeben und so war es im Anschluss wieder Willi Milhouse mit den nächsten Punkte für die Gäste zum 14:27. Es wurde langsam aber sicher eng für die Allgäuer. Doch unbeeindruckt von der Interception zuvor, bediente Jackson wieder Webb für die nächsten Punkte. Der Extrapunkt ging diesmal allerdings knapp vorbei und Wiesbaden war somit wieder im Ballbesitz. Und der Angriff der Gäste bewegt sich konstant über das Feld. Mit schönen Läufen und Pässen kamen sie kurz vor die Endzone der Comets. Die letzten Yards überbrückte der Runningback Nummer 11 (PAT gelingt). Nun wurde es ganz eng für die Allgäuer. Doch Shane Jackson behielt die Nerven. Er spielte einen vierten Versuch aus, ein kurzer Pass auf Webb, und dieser schaffte das First Down und eilte unaufhaltsam weiter Richtung Endzone. Auch den Extrapunkt verwandelte Stefan Hafels sicher. 

Comets geben nicht auf 

 Erneut war es Wiesbaden, das den folgenden Ballbesitz einmal mehr ausnutzte, um weitere Punkte zu machen. Und es ging munter weiter: Neuer Ballbesitz für die Gäste und wer sonst sollte es sein – Willi Milhouse erzielte erneut die Punkte für die Phantoms. Auch der Extrapunkt war gut. Spielstand: 27:41. Doch die Allgäuer gaben nicht auf. Kevin Conrath, der sich an diesem Tag vorkommen musste, als würde er gegen Wände laufen, gab nicht auf und erzielte immer wieder wichtige Raumgewinne für die Comets. Mit einem Pass auf Christian Hafels schien der Tochdown schon sicher. Doch kurz vor der Endzone wurde er getackelt und verlor den Ball, dieser flog in die Endzone. Blitzschnell reagierte sein Bruder Stefan, warf sich auf den Ball und sicherte so die verdienten Punkte. Er war es auch, der den Extrapunkt sicher verwandelte. In den verbleibenden drei Minuten wurde es jedem Angst und Bange im Illerstadion. Die Wiesbadener marschierten wieder in Richtung Endzone. 

Doch nun war die Allgäuer Defense hellwach. Immer wieder gelang es ihr, den Angriff zu stoppen. Ein Quarterback Sack durch Peter Arentsen verwehrt den Gästen einen möglichen Touchdown, so entschieden sie ein Fieldgoal zu machen. Und dies gelang. Neuer Spielstand: 34:44. Was sollte aus Sicht der Wiesbadener anderes erfolgen, als ein Onside Kick. Doch diesen konnten die Comets sichern und so ließen diese die letzten neun Sekunden auslaufen. Nun gab es kein Halten mehr. Fans, Spieler, Sponsoren, Vorstandschaft, alle lagen sich in den Armen und auch die ersten Tränen flossen. Es folgte eine ausgelassene Feier aller Beteiligten im Illerstadion und anschließend ging es im Kemptener „Stift” weiter.

Florian John

Auch interessant

Kommentare