Plätze gut gemacht

Speiser fährt auf Rang acht

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Richard Speiser bestreitet am morgigen Sonntag die Team-WM für Deutschland.

Börwang – Mit einem achten Rang beim Grand Prix auf der Speedwaybahn in Rzeszow hat Richard Speiser auch in der WM-Gesamtwertung Boden gut gemacht. Am morgigen Sonntag, 18. August, startet er als Teil des deutschen Nationalmannschafts-Quartetts bei der Langbahn-Team-WM im britischen Swingfield.

Von elf auf acht – so lautete am vergangenen Wochenende die Bilanz Richard Speisers. Zum zweiten Mal war er in dieser Saison im Halbfinale. 15 WM-Punkte standen beim vierten von sechs Grand Prix zu Buche. Das Finale der besten Fünf hat der 26-jährige Börwanger um zwei Zähler verpasst: „Ein achter Platz klingt vielleicht nicht ganz so toll. Ich aber weiß, dass ich besser als das unterwegs, teilweise auch vor dem späteren GP-Sieger Martin Smolinski und WM-Führenden Joonas Kylmäkorpi platziert, war.“ Die nötigen Zähler für den Finaleinzug gingen auch durch Pech verloren: „In zwei Vorläufen habe ich geführt, die wegen Stürzen hinter mir abgebrochen werden mussten.“ In den jeweiligen Reruns schauten dann statt der möglichen, maximalen acht „nur“ noch vier Punkte heraus.

Dennoch: „Ich war insgesamt vom Speed her gut mit dabei.“ Letzteres gilt auch für das Halbfinale, in dem sich Speiser hinter dem Führenden Mathieu Tresarrieu einen heftigen Fight mit Weltmeister Joonas Kylmäkorpi auf der inzwischen aufgebrochenen Bahn lieferte, den er am Ende aber schließlich verlor.

In den noch ausstehenden beiden Grand Prix heißt es nun, die Platzierung in den Top Ten zu stabilisieren: „Nur die ersten Zehn qualifizieren sich auch direkt für die WM 2014.“

"Gute Rennen"

Vom erstmals auf einer kurzen Speedwaybahn ausgetragenen Langbahn-GP und der Premiere der Langbahn-WM in Polen zeigte sich Speiser angetan: „Es waren gute Rennen, tolle Überholmanöver, eine super Organisation.“ Mit rund 2000 Besuchern blieb der GP im speedwayverrückten Polen allerdings wohl eher etwas hinter den Erwartungen zurück.

Abhaken, umdenken, umbauen, nach vorne schauen heißt es für Richard Speiser nun: „Die diesjährige Team-WM-Langbahnstrecke im britischen Swingfield kenne ich nicht persönlich. Ich habe mir allerdings Tipps geholt und weiß, wie ich meine Maschinen vorbereiten muss.“ Gemeinsam mit Stephan Katt, Jörg Tebbe und Enrico Janoschka will und wird Speiser am morgigen Sonntag, 18. August, versuchen, die Krone im Langbahn-Team-WM-Wettbewerb zu verteidigen und für die siebte deutsche Goldmedaille in Folge zu sorgen.

„Großbritannien und die Niederlande sind in diesem Jahr für mich die Favoriten“, erklärt Speiser. Ähnlich schätzt auch Teammanager Josef Hukelmann die Lage ein. Auf Speiser im Nationalkader setzt Hukelmann nach 2009, 2010 und 2011 zum vierten Mal: „Richi ist jemand, der sich unwahrscheinlich gut ins Team integriert, klar kommt und nach seinem verletzungsbedingten Ausfall 2012 auch schon wieder tolle Leistungen gezeigt hat. Beispielsweise mit seinem dritten Platz bei der Grasbahn-Europameisterschaft in Bielefeld (der Kreisbote berichtete), wo die Strecke ähnlich jener in Swingfield ist.“

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