20. Duracher Straßenpreis

Gelungene Jubiläumsveranstaltung

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Mit Geschwindigkeiten von teilweise über 50 km/h rasten die Teilnehmer des Duracher Radkriteriums vergangenes Wochenende durch die Oberallgäuer Gemeinde.

Durach – Am vergangenen Samstag wurde der Duracher Straßenpreis bereits in der 20. Auflage ausgetragen. Das Jubiläumsrennen fand bei strahlendem Sonnenschein zuschauerfreundlich als Kriterium in der abgesperrten Duracher Ortsmitte statt.

Der Duracher Rad-Renntag begann mit dem Rennen der weiblichen Jugend U17. Gemeinsam mit den Schülern U15 ging es über 25 Runden – 21,5 Kilometer. Das Rennen wurde lange von zwei Duos geprägt, am Ende aber entschied Leopold Fiek vom SC Vöhringen das Rennen mit der maximalen Zahl von 30 Punkten für sich. Als nächstes folgte das Erste- Schritt-Rennen über zwei Runden, bei dem ein breites Altersspektrum startete. Julian Greil vom TSV Durach, Jahrgang 1999, gewann das Rennen klar, aber letztlich hatten die teilweise nur halb so alten Starter alle viel Spaß und es bekamen auch alle einen Preis. Besonderen Applaus erhielt ein zwei Jahre alter Knirps mit einem Laufrad, er durfte aber nach der ersten Verkehrsinsel das Rennen beenden. Vor dem Start des Hauptrennens zeigte sich noch die örtliche Prominenz über drei Runden. 

Es ging dem von Teilnehmern des Duracher Gemeinderats und der Sponsoren des Rennens dominierten Feld dabei eher um den Spaß. Alle Teilnehmer fuhren mit einem überraschend übergezogenen Shirt mit der Aufschrift „Danke Franz“, dies galt dem langjährigen Rennleiter Franz Meier, der sich an diesem Tag von dieser Funktion verabschiedete. Das Hauptrennen mit den Elitefahren A/B/C und KT ging über 90 Runden – 77,4 Kilometer. Es ergab sich ein vom Start weg sehr schnelles Rennen, bei dem in jeder Wertungsrunde ein Schnitt von über 50 km/h gefahren wurde. In der ersten Rennhälfte gelang es dem Duo Martin Kiechle und Daniel Rattelmüller sich deutlich abzusetzen. In Runde 40 schaffte das Hauptfeld den Anschluss. Diese Runde wurde im Rekordtempo von 55,2 km/h absolviert. Im weiteren Rennverlauf gab es immer wieder beherzte Ausreißer, wobei sich Peter Renner hervortat. In den letzten Runden setzte sich erneut ein Duo ab, Richard Klein vom RSC Kempten und der Lokalmatador Bernd Brennauer vom Team Erdgas Schwaben überquerten als Erste die Ziellinie. 

Taktisch geschickt 

Doch ein Kriterium entscheidet sich über die Sprintwertungen, und dabei nutzte das Team des RSC Kempten seine Überzahl taktisch geschickt aus und stellte so dann auch zwei Fahrer auf dem Siegerpodest. Radprofi Leif Lampater, zu dessen Erfolgsbilanz unter anderem vier Weltcupsiege und sechs Gewinne bei Sechs-Tage-Rennen zählen, konnte sich als Solofahrer nicht wie erwartet in Szene setzen. Direkt im Anschluss fand das alles entscheidende Ausscheidungsrennen der zehn besten Fahrer aus dem Hauptrennen statt. Es ging nochmal über 14 Runden, sprich 12 Kilometer. In jeder zweiten Runde schied der letzte Fahrer aus. Es gelang Max Burkard vom RSC Kempten dabei, sich vom Feld abzusetzen und dies bis zur letzten Runde der verbliebenen drei Fahrer zu überrunden. 

Nach dem Zieleinlauf gab es zunächst große Aufregung, denn der Rundenvorsprung verleitete Burkhard dazu, sich im Sprint mit dem dritten Platz zu begnügen, das Reglement sieht dies aber so nicht vor. Nach erregten Protesten und Diskussionen entschied sich das Preisgericht im Sinne des Rennverlaufs und kürte Max Burkard zum Sieger und Gewinner des BSG-Allgäu-Cups. Ihm folgten Jonas Schmeiser und Arnold Fiek auf das Siegerpodest. Der einsetzende Schauer beendete das Jubiläumsrennen in Durach und leitete in den unterhaltsamen Teil des Abends mit Livemusik von „Honky Tonk“ über.

kb

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