Kevin Schinköthe ist Deutscher Meister

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Kevin Schinköthe überzeugt im Finale mit der Kata Kanku Dai und gewinnt mit 4:1.

Kempten/Coburg – Mit Freudentränen in den Augen und einem lauten Jubelschrei sprang Kevin Schinköthe vom 1. Kemptener Karate Dojo im TVK am Samstag seinem Bruder Jayson in die Arme. Grund für die Freude war der Deutsche Meistertitel, den sich der 13-Jährige soeben in der HUK-Arena in Coburg gesichert hatte. Auch die weiteren Kemptener Starter zeigten tolle Leistungen, für die vorderen Plätze hat es allerdings nicht gereicht.

Hoch motiviert und gut vorbereitet ging Kevin Schinköthe in der Disziplin Kata (Formenkampf) an den Start. Nach einem Freilos in der ersten Runde behielt er in den drei folgenden Duellen mit seinen kraftvollen und dynamischen Katas jeweils klar mit 3:0 die Oberhand und stand somit im Halbfinale. Dort überzeugte er die Kampfrichter mit der Kata Kanku Sho, besiegte Leon Wink aus Walldürn mit 4:1 und schaffte den Sprung ins Finale.

Das Duell um den Titel wurde am Abend ausgetragen und der 13-Jährige Kemptener musste zuerst ran. Mit seiner ausdrucksstarken und von Kampfgeist geprägten Kata Kanku Dai setzte er die Messlatte für seinen Gegner, Morris Tellocke aus Berlin, sehr hoch – zu hoch, wie sich herausstellte. Vier der fünf Kampfrichter entschieden sich für Schinköthe als Sieger, der sich somit über den Deutschen Meistertitel freuen durfte und das mit einem spontanen Jubelsprung auch sichtlich tat. Für den jungen Kemptener ist es nach 2010 bereits der zweite Titel bei einer „Deutschen“.

Mit dem Erfolg in der Kata-Disziplin im Rücken zeigte Schinköthe auch im Kumite (Freikampf) in der Klasse bis 43 Kilo sein Können. Er gewann seine ersten beiden Kämpfe klar, musste sich jedoch dann geschlagen geben. Da sein Gegner den Sprung ins Finale knapp verpasste, blieb ihm die Trostrunde verwehrt.

Ähnlich ging es auch Johannes Haggenmiller: Der 12-Jährige gewann bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft seine ersten beiden Kämpfe in der Klasse bis 48 Kilo, ehe er sich im Viertelfinale im Kampfrichterentscheid knapp mit 2:3 seinem Gegner beugen musste. Ebenfalls im Kampfrichterentscheid zog Niklas Hartmann (13 Jahre) in der gleichen Kategorie den Kürzeren. Die Tür in die Trostrunde blieb für beide geschlossen.

Tolle Kämpfe zeigte Juanita Klimm bei ihrer DM-Premiere. Die Elfjährige unterlag in der Kategorie bis 35 Kilo erst im Viertelfinale ihrer Gegnerin mit 2:3 im Kampfrichterentscheid. Das Kata-Team der Jungen mit Lukas Vogg (13), Luca Kettner (11) und Van Hai Stemke (13) musste sich trotz guter Leis-tung in der Vorrunde geschlagen geben.    Melanie Läufle

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