St.-Manger können doch noch gewinnen

Der Knoten ist geplatzt

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Endlich mal wieder Grund zum Jubeln gab es für den TSV Kottern nach dem Spiel gegen Regensburg.

Kempten – Ein Befreiungsschlag gelang dem TSV Kottern am Samstag im Heim- spiel gegen die U23 des SSV Jahn Regensburg. Der Bayernligist feierte einen 4:1-Sieg und beendete damit die Negativserie von zuletzt 13 Spielen ohne Sieg eindrucksvoll.

Nachdem bis zuletzt nicht klar war, ob das Spiel des TSV Kottern gegen SSV Jahn Regensburg aufgrund der Witterungsverhältnisse überhaupt stattfinden kann, konnte die Partie dann am Samstag bei Sonnenschein pünktlich auf dem Kunstrasen im Illerstadion angepfiffen werden. 

Mit dem nötigen Respekt ging die Mannschaft von Kevin Siegfanz in die Partie – immerhin hatte der Gegner am Spieltag zuvor zuhause gegen die SpVgg Landshut auf Kunstrasen mit 5:2 gewonnen. Das machte sich dann auch in den ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit bemerkbar. Die Mannschaft von Gäste-Trainer Ilija Dzepina ging dominant in das Spiel und die Kotterner Defensive hatte zunächst allerhand zu tun. Vor allem über die Flügel und bei Standards wurde es immer wieder gefährlich im Strafraum der Kotterner. Doch genau in dieser überlegenen Phase der Regensburger gingen die Kotterner etwas überraschend mit 1:0 in Führung. Sinan Yilmaz hatte sich auf der linken Seite gut durchgesetzt und Daniel Eisenmann vollendete in der Mitte per Kopf zum 1:0. In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. Aber außer über Standardsituationen ergaben sich keine weiteren Torchancen. Der Spielmacher der Regensburger Christian Bauer konnte aufgrund der starken Deckung seine Talente nicht zum Einsatz bringen und blieb in der Partie spielerisch zumeist blass. Auch Torjäger Ruben Popa konnte keine Akzente setzen. 

Für die meisten Turbulenzen auf Seiten der Regensburger sorgte der Regensburger Trainer, der mit der Leistung seiner Spieler absolut nicht zufrieden war, die Schuld aber in der Spielweise des Gegners suchte. Seine Laune besserte sich auch nicht, als nach 38 Minuten Sinan Yilmaz nach einem genialen Angriff über links auf 2:0 erhöhte. Die Regensburger kamen noch kurz vor der Pause zu einem Freistoß am Strafraum der Kotterner – genau so eine Situation hatte eine Woche vorher das Spiel zu Ungunsten der Mannen von Kevin Siegfanz entschieden. Doch der Schuss von Christian Bauer blieb in der Mauer hängen. So ging es mit 2:0 für die Hausherren in die Pause. 

Leidenschaftlich gespielt 

In der zweiten Halbzeit sahen die 250 Zuschauer dasselbe Bild. Die Kotterner waren sehr giftig und leidenschaftlich in den Zweikämpfen und ließen die Regensburger nicht zur Entfaltung kommen. Nach 50 Minuten war das Spiel entschieden: Zuerst erhöhte Roland Fichtl, der sich trotz dicken Knies in die zweite Halbzeit begeben hatte, nach Zuspiel von Sinan Yilmaz auf 3:0 und keine zwei Minuten später schloss Daniel Eisenmann nach einem überragenden Lauf über die linke Seite selbst ab und beförderte den Ball ins kurze Eck – Spielstand: 4:0. Jahn Regensburg war in der zweiten Halbzeit überwiegend nur noch nach Standards gefährlich, aber dank einem starken Torwart Martin Gruber blieben die Kotterner lange Zeit ohne Gegentor. Nach einem starken Konter über die linke Seite schafften die Regensburger durch Wiesner in der Schlussviertelstunde doch noch den Anschlusstreffer. 

Kurz vor Schluss wurde es noch einmal hektisch, als der Unparteiische einen klaren Elfer für die Kotterner nicht pfiff, sondern nur auf Freistoß an der Strafraumgrenze entschied. Nach dem ausgeführten Strafstoß und in der Vorwärtsbewegung der Regensburger stieß der Schiri mit Dennis Hoffmann zusammen und musste behandelt werden. Nach 90 Minuten hatte der TSV seine Talfahrt endlich gestoppt und gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner mit 4:1 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Thema Klassenerhalt noch lange nicht passé ist. kb

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