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Erster Saisonhöhepunkt

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Das Kemptener Team in Dresden: (v.l.) Corinna Arnold, Trainer Erik Hanold (verdeckt), Luzie Haver, Luzie Wandratsch, Pauline Haver, Silad Graffino (vorne), Jannes Schnitzer, Antonia Haver, Jannes Matteo Große, Pia Hörburger, Thimo Thorandt, Lucas Willinsky und Rebecca Spielberger. © privat

Kempten/Dresden – Beim hochkarätig besetzten 26. Dresdener Christstollen Schwimmfest nahmen am 4. Adventswochenende zwölf Schwimmerinnen und Schwimmer vom TV Kempten teil. 63 Vereine – unter anderem aus Peru, der Schweiz und der Ukraine – schickten 770 Sportler 4524 Mal in 34 Wettkämpfen an den Start, dabei stiegen die fünf Jungs und sieben Mädchen aus Kempten 82 Mal ins Wasser und stellten zwei der 27 gemeldeten Staffeln.

Nach der fünfstündigen Anfahrt in die Hauptstadt Sachsens konnten die Schwimmer ihren Augen nicht glauben: die Dresdener haben in den vergangenen drei Jahren eine neue 50-Meter-Schwimmhalle gebaut. Dieser Wettkampf war die Einweihung vor der Übergabe an die Öffentlichkeit und alle waren von der Funktionalität, den klaren Linien und der Großzügigkeit, die sich hinter der Schlichtheit verbarg, beeindruckt. Die Halle wird am Landesstützpunkt Dresden die alte Halle vorübergehend ersetzen, bis diese wieder in Stand gesetzt ist, dann stehen in Dresden zwei 50-Meter-Hallen zur Verfügung. Trainer Erik Hanold war blass vor Neid.

In der Woche vor dem Höhepunkt, die eigentlich zum Tapern/Lockern dienen sollte, hatten die Sportler wenig Zeit zum Entspannen: es standen insgesamt 14 Schulaufgaben und sechs Referate/Präsentationen an, so dass auch das Einschwimmen in der neuen Halle und die Freude über den mit Olympiateilnehmern besetzten Wettkampf die Anspannung und die Kilometer der weiten Anfahrt nicht vergessen machen konnte. Zumindest die älteren Sportler „knabberten“ noch bis Sonntag unter der fehlenden Lockerheit.

Die Jüngeren Schwimmer Luzie Wandratsch (12 Jahre), Corinna Arnold (13), Pia Hörburger (14), Jannes Matteo Große (12), Thimo Thorandt (12) und Silas Graffino (13) fanden sich in der riesigen Halle und unter den angenehmen Bedingungen sofort gut zurecht und freuten sich über eine neue persönliche Bestzeit nach der anderen. Thimo Thorandt konnte sich mit drei fünften Plätzen und einer Staffelteilnahme richtig freuen, ­Jannes Matteo Große gelang ein siebter Platz in seiner Paradedisziplin 50 Meter Rücken, Luzie Wandratsch wurde bei ihrem ersten Start über 200 Meter Schmetterling auf der 50 Meter Bahn Achter und sie freute sich natürlich über eine gute Zeit, aber auch dass sie es geschafft hatte, der eigenen Aufregung Herr zu werden. Corinna Arnold konnte sich über 50 Meter Brust und über 50 Meter Schmetterling unter die ersten Zehn ihres Jahrganges schwimmen.

Die „alten Hasen“ taten sich schwerer mit ihrem Start in den Wettkampf und trotz vier Platzierungen unter den ersten Sieben für Rebecca Spielberger, einem dritten Platz über 100 Meter Schmetterling neben einem sechsten und einem siebten Platz für Antonia Haver, einem zweiten Platz über 100 Meter Schmetterling für ihre Schwester Luzie neben drei vierten und einem siebten Platz, dauerte es für jede der Mädels bis zum jeweils letzten Wettkampf, bis endlich der Knoten platzte und auch sie die durch die vielen Trainingskilometer verdienten Bestzeiten abrufen konnten: Pauline Haver, kränkelnd angereist, krönte dies durch einen ersten Platz in neuem schwäbischen Jahrgangsrekord über 50 Meter Rücken und freute sich riesig über den Sieger-Christstollen.

Vielstarter Jannes Schnitzer landete bei jedem seiner zehn Starts unter den ersten Zehn seines Jahrgangs. Er schwamm unter anderem 200 Meter Brust (5.), 200 Meter Rücken (5.), 200 Meter Lagen (4.) und 200 Meter Schmetterling und bei letzterem gelang ihm ein zweiter Platz. Der Brustspezialist Lucas Willinsky hatte in seiner Spezialdisziplin ein Abonnement auf den dritten Platz und auch er landete in seinem Jahrgang immer unter den ersten Zehn.

Die Staffeln der Damen konnte in die Phalanx der Stützpunktmannschaften eindringen, die Staffel der Jungs mit zwei Teilnehmern aus dem Jahrgang 2004 zeigte sich als Anhänger des olympischen Gedankens und gab ihr Bestes.

Am Sonntagabend konnte die Mannschaft dann insgesamt ein positives Ergebnis aus dem ersten Höhepunkt ziehen und startet nach dem Wintertrainingslager mit Langlaufen für die Kondition und Ausdauertraining im heimischen Cambomare in den zweiten Trainingsabschnitt und bereitet sich auf das Deutsche Mannschaftsschwimmen vor, wo sowohl die Damen als auch die Herren aus der Bezirksliga in die Landesliga aufsteigen wollen. kb

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