Allgäuer Rennfahrer weiter in der Erfolgsspur

"Dieser Titel wäre schön"

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Am 29. September fährt Richard Speiser bei der Deutsche Langbahnmeisterschaft in Haunstetten.

klärte Minimalziel dieser Saison für Richard Speiser ist erreicht: Die WM-Qualifikation ist nach dem sechsten und letzten Grand Prix der Saison am vergangenen Wochenende im französischen Morizes mit Platz acht geschafft.

Die „Hürde Mühldorf“, die nur fünf Fahrer überwinden werden, hat sich erledigt. „Ich wäre in Morizes schon noch gerne einmal ins Finale gekommen“, sagte der 26-jährige Börwanger rückblickend. Mit Platz sechs ist er – als bestplatziertester Deutscher – allerdings knapp daran vorbeigeschrammt. 

Nach einer Fahrzeug-Pannen-Odyssee auf dem Hinweg, einem verpassten Training und einer regenbedingten Verschiebung des Rennens von Samstag auf Sonntag begann Richard Speiser in Südfrankreich stark. Mit einem zweiten Rang hinter Mathieu Tresarrieu im Auftaktmatch und einem Sieg gegen den späteren GP-Sieger Stephane Tresarrieu verschaffte sich der Langbahn- Vize-Weltmeister des Jahres 2011 eine gute Ausgangsposition – und führte das Klassement kurzfristig sogar an. „Das Problem hieß: völlig unterschiedliche Startplätze“, fasst Speiser zusammen, was danach folgte: „Während es außen und innen nach dem Regen am Samstag sehr viel Griff hatte, waren die Startplätze dazwischen sehr glatt.“ 

Eine Tatsache, die Speiser im dritten Vorlauf zum Nachteil gelangte: „Bis ich aus dem Start kam, waren Joonas Kylmäkorpi und Josef Franc bereits weg.“ Einen sprichwörtlichen „Bombenstart“ erwischte Speiser dann im vierten Vorlauf – und führte bis zu jenem Zeitpunkt, als der Lauf wegen eines Sturzes von Matten Kröger abgebrochen werden musste: „Beim Rerun stieg mir die Maschine, ich konnte nur noch nachkuppeln – und holte wie auch im fünften Vorlauf – nur einen Punkt.“ Das Halbfinale war dennoch erreicht. Fürs Finale fehlten allerdings vier Punkte. Speiser: „Das wäre sicherlich drin gewesen. Die Bahn ist allerdings auch immer glatter geworden.“ Mit nur einem Punkt mehr wäre Speiser auch im Gesamtklassement einen Rang nach vorne gerückt: „So ist es so, dass ich punktgleich mit Mathieu Tressarieu das Nachsehen hatte, da bei Punktgleichheit der letzte Grand Prix zählt.“ 

Mit dem dritten Platz bei der Grasbahn-Europameisterschaft und dem Grand Prix-Sieg in Vechta im Gepäck des Jahres 2013 (der Kreisbote berichtete) hat Speiser nun allerdings die Deutsche Langbahnmeisterschaft in Haunstetten bei Augsburg am Sonntag, 29. September, im Visier: „Dieser Titel wäre schon mal schön – zumal es praktisch bei mir vor der Haustüre liegt“, so der Börwanger. Auf dem 500-Meter-Oval war Speiser schon eine ganze Weile nicht mehr unterwegs, jedoch kommen ihm Radius und Beschaffenheit der Bahn entgegen: „Normal müsste das passen. Haunstetten wird allerdings ein sehr hartes und schwieriges Rennen werden.“ Speiser hofft auf die Fans aus der Heimat und deren maximale Unterstützung – und auf das Quäntchen Glück, das es zu großen Erfolgen immer auch braucht.

kb

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