Schwimmer überzeugen auf ganzer Linie

TVKler in Topform

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Vanessa Geist überzeugt in Gersthofen mit vielen Bestzeiten und vier Podestplätzen.

Kempten/Gersthofen – Die Schwimmer des TV Kempten zeigten jetzt beim „Internationalen Cool-Swimming Cup“ in Gersthofen einmal mehr ihre enorme Vielseitigkeit und ihren Kampfgeist. Sie erschwammen viele Bestzeiten und Podestplätze.

Die Kemptener gewannen zudem die Mannschaftswertung, und das obwohl die Nachwuchsmannschaft nur an einem der zwei Wettkampftage startete und die erste Mannschaft aufgrund eines harten Trainingslagers und einiger Krankheiten nicht mit ihrer vollen Leistungsfähigkeit angreifen konnte. Einen Höhepunkt des Wochenendes stellten die Staffel- und Finalentscheidungen dar. Beide TVK-Staffeln errangen jeweils den zweiten Platz – obwohl im Sinne des Teamgeistes die langsameren „alten“ Trainer und Nachwuchsschwimmer mitschwimmen durften. In die Finals der jeweils fünf besten Schwimmer (unabhängig von deren Alter) kämpften sich vier Kemptener. Vanessa Geist stellte ihre Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis: sie nahm nicht nur an allen vier Finals teil, sondern erkämpfte mit drei Bestzeiten und einer Saisonbestzeit zweimal den ersten und zweimal den zweiten Platz. Zudem stellte sie drei Veranstaltungsrekorde auf, durchbrach bei dem Finale über 50 Meter Delphin die schwimmerische Schallmauer von 30 Sekunden und konn- te sich zweimal aufgrund kurz vor dem Wettkampf vorge-nommener Umstellungen in Tauchphase und Wasserlage vom Vorlaufplatz vier auf den zweiten Finalplatz verbessern. Die jüngste Finalistin war zweimal Pauline Haver. Sie konnte ihre Nervosität kaum verbergen, spielte aber wie „ein alter Hase“ ihre besondere Stärke, die Tauchphasen bei Start und Wende, sehr gut aus. Es ist immer wieder ein Erfolgserlebnis für Trainer und Sportler, wenn sich geduldige Trainingsarbeit auszahlt. 

Ausdauer bewiesen 

Als dritte Kemptener Finalistin erreichte Amelie Müller als Vierte den Endkampf über 50 Meter Kraul und konnte diesen Platz erfolgreich verteidigen. Zuvor bestritt sie jedoch ein bei Schwimmwettkämpfen extrem seltenes und äußerst anstrengendes Eliminationsrennen. Bei diesen treten zehn Schwimmer in relativ kurzen Zeitabständen fünfmal gegeneinander an. Dabei müssen bei den ersten vier Durchgängen die zwei langsamsten den Wettkampf beenden, so dass zum Schluss nur noch zwei Sportler gegeneinander antreten. Dies stellt für den Schwimmer eine besondere Belastung dar, denn er muss fünfmal an seine Grenzen gehen, um das Weiterkommen zu sichern. Müller meisterte diese Herausforderung von allen Teilnehmern am besten und wurde dafür mit einem Rennanzug im Wert von 300 Euro belohnt. Als vierter Kemptener und jüngste Männer-Finalist errang Lucas Willinsky über 50 Meter Rücken mit einer Bestzeit den fünften und damit letzten der begehrten Endlaufplätze. Er konnte sich mit erneuter Bestzeit infolge eines hervorragenden Endspurt und einem nahezu perfekten Anschlag sogar noch auf Rang vier vorkämpfen. kb

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