Für ganz vorne reicht's nicht

Speiser fährt auf Platz vier

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Bei den Starts ist Richard Speiser (vorne) immer gut dabei, auf den Geraden fehlt es dem Börwanger in Berghaupten etwas an Leistung.

Börwang/Berghaupten – Mit Platz vier schrammte Richard Speiser bei den Race Days in Berghaupten jetzt ganz knapp am Podest vorbei. Der Blick ist nach vorne gerichtet: An diesem und am nächsten Wochenende geht es um alles oder nichts in der WM.

„Auf der Geraden fehlte es etwas an Leistung“, resümierte Richard Speiser seinen Einsatz auf dem 675 Meter langen Grasbahn-Oval von Berghaupten. An Speisers Starts gab es am vergangenen Sonntag wenig zu mäkeln. Seinen ersten Vorlauf konnte der 26-Jährige auch problemlos für sich entscheiden. Doch dann hatte Speiser in den Zweikämpfen zwei, drei Mal das Nachsehen. Drei dritte Ränge fügte er seinem Laufsieg hinzu – und stand anschließend mit 14 Gesamtpunkten im Finale der sechs Tagesbesten.

Im Endlauf schoss Martin Smolinski raketenähnlich aus den Bändern – verfolgt von einem bis dato eher blassen Andrew Appleton, der bis zu diesem Zeitpunkt im Gesamtklassement noch hinter Speiser platziert war. Speiser reihte sich hinter dem erst 17-jährigen Franzosen Dimitri Berge und seinem Langbahn-Nationalmannschaftkollegen Jörg Tebbe ein – und fuhr Rang fünf nach Hause. „Da wäre heute durchaus mehr drin gewesen“, kommentierte Speiser: „Insgesamt aber war in Berghaupten superklasse Sport mit vielen Überholmanövern geboten und die 3500 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten.“

Heimkehren, sich sofort wieder an die Motoren machen und den Blick in Richtung Vechta lenken war für Richard Speiser nach Berghaupten angesagt. „In den beiden noch ausstehenden Grand Prix in Vechta und Morizes/Frankreich muss auf Teufel komm raus gepunktet werden“, weiß Speiser. Zehn Fahrer qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft 2014. Die Plätze 11 bis 18 müssen sich beim Challenge in Mühldorf am 22. September mit den diesjährigen Qualifikanten messen – und die besten Fünf unter sich ausmachen. „Obwohl ich Mühldorf sehr gerne mag, gilt es das Challenge natürlich unter allen Umständen zu vermeiden“, sagt Speiser.

Nur zwei Punkte trennen ihn als derzeitigem Achten vom Challenge – und hinter ihm tummeln sich Fahrer wie beispielsweise Mathieu und Stephane Tresarrieu, die erfah- rungsgemäß bei ihrem Heimrennen immer zur Favoritenschar gehören, Vize-Grasbahn- Europameister Dirk Fabriek oder auch Stephan Katt. „Ich werde alles daran setzen, in Vechta so viele Zähler wie nur möglich herauszuholen“, verspricht Speiser – und wünscht sich beim einzigen deutschen Grand Prix der Saison auch die Unterstützung seiner Fans.

In Vechta wird es Speiser im Übrigen erstmals mit einer „neuen“ Konkurrenz zu tun bekommen: Sein 17-jähriger AMC-Memmingen-Clubfahrer-Kollege Erik Riss hat für Vechta die Veranstalter-Wildcard erhalten und wird sich erstmals mit den ganz Großen der Szene messen.

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