Chancen nicht genutzt

Gut gespielt und trotzdem verloren

Kempten/Schongau – Nichts zu holen gab es am Freitagabend für den ESC Kempten: Die „Sharks“ mussten sich beim Eishockey-Landesliga-Spiel beim Tabellenzweiten Schongau mit 0:4 geschlagen geben.

Fassungslos, ungläubig, ratlos – wer in die Köpfe der Kemptener Spieler und der mitgereisten Fans nach dem Spiel schaute, sah überall die gleichen Mienen. Denn von Beginn an spielten die „Haie“ druckvoll auf den Kasten von Schongaus Goalie Marschall, der noch zu einer Schlüsselfigur in diesem Spitzenspiel werden sollte. Das gesamte erste Drittel spielte sich im Grunde vor dem Schongauer Gehäuse ab, einzig ein Treffer mochte den Allgäuern auch in bester Position nicht gelingen. Im Gegenteil: durch einen Konter, der gleichzeitig die einzige Offensiv-Aktion der Gastgeber war gerieten sie in der achten Spielminute in Rückstand.

Überragender Torwart

Dass aber auch ein Kemptener Treffer fallen würde, schien nur eine Frage der Zeit, denn auch im zweiten Abschnitt kannte das Spiel hauptsächlich eine Richtung, nämlich die aufs Tor der „Mammuts“. Zwar fanden die Hausherren besser ins Spiel als noch zu Beginn der Partie, das änderte aber nichts am Spielstand. Kempten spielte und drückte, Schongau entlastete sich und seinen Torhüter der mehr und mehr zur Hochform auflief.

Ein Tor bleibt verwehrt

Kurios war der Schlussabschnitt, der den Spielverlauf vollends auf den Kopf stellte. Die Jungs um Kapitän Benjamin Waibel suchten weiter ihr Heil in der Offensive, allerdings waren sie mittlerweile der Verzweiflung nahe. Was sie auch versuchten, am besten Mann auf dem Eis bissen sie sich die Zähne aus. Und so kam es wie es immer kommt, wenn man zu wenig aus seinen Chancen nutzt – es rächt sich irgendwann. Schongau gelang durch zwei Konter die 3:0-Führung und als sie Kempten das Genick gebrochen hatten kombinierten sie sich auch noch zum 4:0-Endstand und verließen das Eis als Sieger.

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