Deutlicher Sieg für die Kemptener

"Sharks" schlagen Fürstenfeldbruck

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Kempten – Die Weihnachtsüberraschung hatte Andreas Becherer, Trainer des Eishockey Landesligisten ESC Kempten, schon eine Woche vor der eigentlichen Bescherung parat.

Beim 7:2-Sieg der „Sharks“ gegen den EV Fürstenfeldbruck am vergangenen Sonntagabend durften Patrick Weigand, Tobias Epp und Corey Hawley, die drei bislang effektivsten Stürmer, erstmals in dieser Saison zusammen in einer Reihe aufs Eis. Und dieser taktische Schachzug sollte sich im Laufe des Spiels als goldrichtig herausstellen.

Denn die Formation wirbelte die gegnerische Abwehr durcheinander und war an allen sieben Treffern der Hausherren beteiligt. „Ich habe mich lange dagegen gesträubt, weil ich ein Verfechter davon bin, drei ausgeglichene Reihen aufs Eis zu bringen. Das war heute ein Test, der gut funktioniert hat“, sagte der Coach nach dem Spiel.

Dabei war der Auftakt einmal mehr mühsam. Den Kemptenern steckten die intensiven Trainingseinheiten der vergangenen Wochen in den Knochen, denn Becherer hatte zu zusätzlichen Trockeneinheiten eingeladen. Die Beine waren entsprechend schwer. In Überzahl brachte Kapitän Gregor Stein den ESC mit einem Schuss von der blauen Linie dennoch in Führung (12. Minute), fünf Minuten später wurden die „Sharks“ aber durch Vinnytski eiskalt ausgekontert. Danach passierte auf dem Eis wenig Aufregendes bis zum Beginn des dritten Drittels.

In der Kabine hatte der Trainer seinem Team ins Gewissen geredet und deutlich mehr Laufbereitschaft gefordert. „Das war der Weg zum Sieg. Wir haben den Gegner immer wieder zu Strafen gezwungen. Auch wenn nicht jeder Pfiff wirklich nachvollziehbar war“, sagte Becherer. Er sprach damit das an, was sein Gegenüber Erwin Haluna während des Spiels auf die Palme gebracht hatte. Denn das Schiedsrichtergespann ließ – wie es bei den Unparteiischen in dieser Saison schon oft der Fall war – jegliche klare Linie in den Entscheidungen vermissen.

Die Fürstenfeldbrucker ließen sich von ihren Emotionen leiten und saßen in den letzten 20 Minuten fast durchweg auf der Strafbank. Die Gastgeber nutzten das im Stile einer abgezockten Topmannschaft und erzielten allein sechs ihrer sieben Treffer in Überzahl. Auch das war letztlich ein Verdienst der neuen Paradereihe um Weigand, Epp und Pawley. So endete das Spiel mit 7:2 für die „Sharks“.

Die Weihnachtspause fällt für den ESC recht kurz aus, denn schon am 2. Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 26. Dezember, steht das nächste Spiel bei der SG Miesbach 1B/Schliersee in Miesbach an. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

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