Begeisterte Radfahrer

Vastaranta gewinnt Bike-Marathon

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Die Teilnehmer des diesjährigen Mountainbike-Marathon warten auf den Startschuss.

Durach – „Unser Finale heißt Deutschland gegen Finnland und es ist noch nichts entschieden“, ruft Karl Schlusche durch das Mikrofon. Die Zuschauer sehen allerdings kein Fußballspiel, sondern den Zielsprint beim 2. Mountainbike-Marathon des RSC Kempten bei Auto Brosch in Durach am Sonntag.

Kurz darauf schießen mit großem Abstand zu den anderen zwei Mountainbiker durch den Zielbereich.

Um Haaresbreite fährt der Finne Jukka Vastaranta (29) vor Profifahrer Markus Kaufmann (31, Meckenbeuren, Team Centurion-Vaude) durch die Zeitnahmeschranke. Er gewinnt damit bei kühlen Temperaturen in 2:37 Stunden das Rennen über 78 Kilometer und knapp 1500 Höhenmeter. „Juka hat ab dem Anstieg in Hauptmannsgreut immer wieder attackiert und ist schließlich ein bisschen cleverer gefahren“, gesteht der Zweitplatzierte Markus Kaufmann. Nach der „Irrfahrt“ im vergangenen Jahr war er mit seinem Abschneiden aber zufrieden.

„Die Favoriten sind ihrer Rolle gerecht geworden“, kommentiert Ferdl Ganser, Abteilungsleiter Mountainbike (MTB) beim RSC Kempten, zufrieden. Er ist stolz, dass die zweite Auflage des MTB-Marathons bereits einen guten Namen in der Profiszene und damit neben Kaufmann zahlreiche Größen wie Konny Looser, Andi Strobel, Rupert Palmberger, Karl Platt und eben Juka Vastaranta am Start hat. „Unser Marathon gehört heuer sogar zur Ritchey-Mountainbike-Challenge, einer deutsch-österreichischen Rennserie“, erklärt Ganser. „Unser Marathon hat also schon einen Namen in der Szene“. Völlig begeistert ist er auch über die rund 100 Nachmeldungen, was „sensationell ist.“

Wie im vergangenen Jahr galt der Marathon auch wieder als Allgäuer Meisterschaft. Diese hat sogar ein vereinseigener Biker gewonnen. Robert Wittmann kam als Gesamt-Siebter ins Ziel und war damit erster Allgäuer. „Obwohl ich in der ersten Runde schlechte Beine hatte, konnte ich mit einigen anderen Fahrer direkt an die Spitzengruppe aufschließen und mein Ziel unter die Top ten zu fahren erreichen.“

Doch nicht nur die Profis haben einen sportlich anspruchsvollen Tag erlebt. Auch sehr viele Hobby-Biker haben die abwechslungsreiche Panorama-Strecke bezwungen. Dabei konnten die über 700 Teilnehmer während der Fahrt entscheiden, ob sie nach der ersten Runde und damit 39 Kilometern aussteigen, oder noch eine dranhängen. 243 Biker haben sich schließlich für die längere Variante entschieden. „Bei dem hohen Tempo, das wir vorgelegt haben, hätte ich allerdings keine zweite Runde mehr gepackt“, erzählt die Münchnerin Doris Tabelihg nach einem Zweikampf im Zielbereich.

"Hervorragende Strecke"

Die etwas geänderte und drei Kilometer längere Streckenführung mit zwei Bachdurchfahrten und einer Schiebepassage hat sich wohl gelohnt: „Die Strecke war hervorragend, viel besser als im Vorjahr“, waren sich sowohl die Profis als auch die Hobby-Biker auf dem Start-Ziel-Bereich beim Autohaus Brosch einig. Mit seinem Hauptsponsor hat der RSC Kempten seit dem vergangenen Jahr auch einen neuen Veranstaltungsplatz für den Marathon aber auch die Allgäurundfahrt gefunden. „Bei knapp 750 Teilnehmern und vielen Zuschauern ist es für uns natürlich auch ein Organisationsaufwand, den wir mit der tatkräftigen Hilfe der rund 100 Helfer des RSC gemeinsam meistern“, meint Juniorchef Christian Brosch.

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