Italienische Invasion am Ammersee

"Italy"-Vierer siegt bei der Dießener 12-Stunden Mountainbike EM

1 von 110
Der Italien-Vierer räumte bei den Männern den ersten Platz ab.
2 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
3 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
4 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
5 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
6 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
7 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.
8 von 110
Über 450 Teilnehmer starteten bei der 12-Stunden Mountainbike-EM in Dießen - auch bekannt als Schatzbergrennen.

Dießen – Die vorhergesagten starken Regenfälle blieben aus. Das freute nicht nur den Veranstalter sondern auch die Teilnehmer bei der 12-Stunden Europameisterschaft der Mountainbiker in Dießen. „Es waren ideale Bedingungen“, war mehrfach von den Startern aus vier Nationen zu hören.

Ein Land war dabei deutlich größer vertreten als in den sechs Auflagen davor: Fast zwei Dutzend Italiener steuerten ihren Teil dazu bei, dass über 450 Meldungen für die siebte EM am Ammersee eingingen. „So viele hatten wir noch nie, jetzt sind wir aber auch am Limit“, meinte Helmut Bischeltsrieder, der Chef des veranstaltenden MC Dießen, der mit rund 80 Helfern für einen reibungslosen Ablauf der Marathonveranstaltung sorgte. Das Küchenteam verarbeitete unter anderem 950 Semmeln, 120 Kilo Melonen, 80 Kilo Bananen und 40 Kilo Äpfel für die hungrigen Teilnehmer, die für ein riesiges Fahrerlager sorgten. Wohnmobile und Pavillons reihten sich dort aneinander.

Den Vogel schoss dabei das „Persis-Team“ ab, die ihr riesiges „Basislager“ direkt an der Strecke mit eigener Musikbeschallung und Rennmoderator versahen. Die zahlreichen Persis-Fans feuerten dabei nicht nur ihre Fahrer sondern alle Teilnehmer an, die an ihnen vorbeischossen.

Zu absolvieren galt es einmal mehr einen anspruchsvollen 7,2 Kilometer langen Rundkurs mit rund 120 Höhenmetern. Die meisten Umrundungen in der Herren-Hauptklasse (unter 40 Jahre) schaffte wie im Vorjahr Anselm Holthaus (Cosmo Kurier). Der Berliner, der lange Zeit auf Platz zwei hinter dem dreifachen EM-Sieger Kai Saaler (KS Endurance) lag, brachte es auf 39 Runden. „Der Regenschauer am Mittag hat mir Kraft gegeben, danach ist der Knoten geplatzt“, berichtete Holthaus, der Saaler (38 Runden) am Ende auf Rang zwei verwies. Platz drei ging an Erik Hühnlein (Sport Treff 2.0) mit 37 Runden, der auch die Masters II gewann.

Bei den Frauen siegte Paulina Wörz (RC Kempten), die auch bei ihrer zweiten Teilnahme in Dießen triumphierte. Wie im Vorjahr brachte sie es auf 36 Runden. Ihre Teamkollegin Birgitt Hühnlein war bei den über 40-Jährigen (Masters 1) die Nummer eins. Die schnellste Rennrunde bei den Frauen verzeichnete Vanessa Schmidt, die 16:44 Minuten benötigte. Schmidt sicherte sich mit ihrem Partner Marian Kopfer (Specialised), zudem den Titel im Zweier-Mixed mit starken 40 Runden.

Die Bestmarke bei den Männern holte sich Christian Rizotto in 14:35 Minuten. Damit hatte er großen Anteil daran, dass seine Mannschaft „Italy“ den ersten Platz im Vierer der Herren mit 46 Runden einfuhr. Schnellster Damen-Vierer war das „Persis-Ladies“ Team (38 Runden). Bei den Herren-Duos hatte Tobias Kurz und Jan Kaliciak (Sportreff 2.0) mit 42 Runden die Nase vorne.

Eine Runde mehr verzeichnete der Mixed-Vierer von Inncycling Bike Team1, die damit ihre Klasse gewannen. Die Sechser-Konkurrenz ging ebenfalls an das italienische „Squadra Skatenateam“ (45 Runden). Die SC Gröbenzell Mädels holten sich bei den Sechser-Damen Teams Platz eins.

Eine Premiere gab es bei der Vereins- und Firmenmeisterschaft. Hier holte sich erstmals ein Viererteam, das „Wochendoaler Stüberl“, mit Manfred Losert, Frank Karczewski, Alexander Dürr und Hermann Ernst den Titel. Sie brachten es unter den 14 Mannschaften auf unglaubliche 37 Runden.

Riesige Freude herrschte bei der Siegerehrung auch bei der Rexrodt von Fircks-Stiftung zugunsten von krebskranken Müttern und ihren Kindern. Sie bekam einen Scheck über 8.000 Euro überreicht, die bei dem Rennen für den guten Zweck zusammenkam. Einen großen Anteil daran hatte Stefan Sieber vom MCD, der selbst am Rennen teilnahm und darüber hinaus im Vorfeld zahlreiche Spenden bei heimischen Firmen einsammelte.

Nicht so erfreulich verlief die EM dagegen für zwei schwer gestürzte Teilnehmer, die sich Halswirbel- und Hüftverletzungen zuzogen. „Wir wünschen den Beiden alles Gute und dass sie wieder voll genesen“, meinte Bischeltsrieder bei der Siegerehrung unter dem tosenden Applaus der Starter.

Roland Halmel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare