Gut gespielt, trotzdem verloren

TSV 1882 Landsberg unterliegt knapp beim TSV 1874 Kottern

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Der TSV hat Besetzungsprobleme im Sturm: Auch Philipp Siegwart fällt für noch unbestimmte Zeit verletzungsbedingt aus.

Landsberg/Kottern – Vor 370 Zuschauern mussten sich die Lechstädter am vergangenen Freitag in der ABT-Arena mit 1:2 geschlagen geben. Trotz Feldüberlegenheit im zweiten Durchgang reichte es nicht mehr für den eigentlich verdienten Ausgleich.

„Die Spiele, in denen wir richtig gut sind, verlieren wir. Und den einzigen Sieg haben wir mit unserer schlechtesten Saisonleistung gegen Hankofen geholt“, beklagte Coach Hermann Rietzler rückblickend die wechselhafte Entwicklung des TSV in der Bayernliga Süd.

Nach einem Treffer durch Phillip Becker liefen die Landsberger ab der zwölften Minute mal wieder einem Rückstand hinterher. Kottern war die bessere Mannschaft und hätte den Vorsprung ausbauen können. Die Unterbrechung aufgrund eines heftigen Regenschauers spielte der Gastmannschaft allerdings positiv in die Karten, denn danach war Landsberg griffiger und entschlossener.

Janick Reitz nutzte einen Fehler in der Hintermannschaft des TSV Kottern eiskalt aus und versenkte die Kugel in zentraler Position aus 18 Metern im Tor. Ausgleich zum 1:1 Halbzeitstand und bereits der vierte Saisontreffer für den Flügelflitzer.

„Das Tor fiel zu einem perfekten Zeitpunkt und wir kamen auch gut wieder aus der Kabine. Sehr unglücklich kassierten wir dann das 1:2, aber danach war es praktisch ein Spiel auf ein Tor“, fasst Rietzler das Geschehen zusammen. Zwei strittige Abseitsentscheidungen veranlassen den Coach zu einer generellen Schelte für die Unparteiischen: „In allen Spielen gab es viele fragwürdige Entscheidungen gegen uns. Mit den Leistungen der jungen Schiedsrichter bin ich bisher nicht einverstanden.“

Zufrieden ist er allerdings mit der Tatsache, dass seine Mannschaft mittlerweile eine Mentalität entwickelt habe, die durchaus beeindruckend sei: „Wir geben nie auf, Rückstände hauen uns nicht um und wir lassen uns nicht hängen. Dafür steht Landsberg und darauf bin stolz.“ Die Lechstädter konnten zwar keine Punkte aus Kottern entführen, traten aber dennoch erhobenen Hauptes die Heimreise an.

Probleme im Sturm

Im Kader herrscht nach wie vor Bewegung: Vor allen Dingen im Sturm ist die Personaldecke dünn. Spätestens bis zur Winterpause müsse etwas geschehen, so der Coach, alles andere sei unverantwortlich. Philipp Siegwart fällt mit Knorpelschaden noch unbestimmte Zeit aus. Manuel Detmar wird man in dieser Saison gar nicht mehr auf dem Platz sehen. Nach seiner Operation soll er sehr behutsam wieder aufgebaut werden. „Wir brauchen also unbedingt noch einen Mittelstürmer“, sagt Rietzler.

In Gesprächen befindet man sich mit einem Spieler für die linke Außenbahn. „Wir haben da einen sehr interessanten Kicker an der Angel, der letztes Jahr noch für 1860 München in der Bayernliga gespielt hat. Der Junge will auch und wir müssen noch ein, zwei Dinge klären, aber dann könnte es Ende der Woche klappen“, zeigt sich Coach Hermann Rietzler zuversichtlich.

Am kommenden Samstag geht es in der Liga um 14 Uhr im 3C-Sportpark erneut gegen den SV Pullach, der schon am vergangenen Dienstag im Pokal zu Gast war. (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss nicht vor). Drei Punkte sind dringend erforderlich, wenn man sich nicht auf den Abstiegsrängen wiederfinden will.Dietrich Limper

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