Nächster Sieg für Alexander Steffens

Bergelefant mit Kletterinstinkt

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Bergelefant mit Kletterinstinkt und einem ausgeprägten Drang zur Solofahrt ins Ziel: Alexander Steffens aus Dießen. Beim „kleinen Highlander“ siegte er mit neuem Streckenrekord.

Dießen/Hohenems – Es scheint alles nach Plan zu laufen für den Dießener Ausnahmeradsportler Alexander Steffens: Die Form passt, die Weltmeisterschaft kann kommen. In der wunderschönen Bodensee-Region gewann der 25-Jährige am Wochenende das 146 Kilo­meter lange Radrennen „Rund um Vorarlberg“. Nicht irgendwie, sondern mit neuem Streckenrekord: 4:02:14 Stunden.

Über 1.300 Radsportbegeisterte aus 19 Nationen standen am Sonntag bereits um 6 Uhr in Hohenems am Vorarlberg beim Highlander-Radmarathon am Start. Es ist die größte Radsportveranstaltung in der Bodensee-­Region. Während das Gros der Teilnehmer bei besten Bedingungen die Königsdisziplin über 187 Kilometer in Angriff nahm, hatte sich Steffens für die „kleine Tour“ entschieden: „Rund-um-Vorarlberg“ mit 146 Kilometern und rund 2.400 Höhenmetern. Der Grund: Das Streckenprofil entspricht am meisten der UCI Gran Fondo-­Weltmeisterschaft, die Anfang September in Italien stattfindet. Und darauf legt Steffens in dieser Saison den Focus. So erhoffte sich der Dießener am Arlberg einen „optimalen Trainingswettkampf“.

Die erst vor ein paar Jahren wieder eingeführte Strecke führte über Dornbirn hinauf auf das Bödele. Es ging durch den Bregenzerwald auf den 1.690 Meter hohen Hochtannberg-Pass. Von dort verlief die Strecke weiter über Lech, Zürs und den Flexenpass, mit 1.810 Meter das Dach der „kleinen Tour“.

In der Abfahrt von Hochtannberg nach Lech konnte sich der Dießener vom Radteam Impuls mit zwei Mitstreitern von der Hauptgruppe absetzen. In den Anstieg am Flexenpass verteidigten dann Steffens und Kollege durch optimale Zusammenarbeit den Vorsprung und bauten ihn in der anschließenden Abfahrt auf fünf Minuten aus. „Die Anstiege fielen mir zunächst nicht leicht“, gesteht das Muskelpaket vom Ammersee im Ziel. „Ich als Bergelefant spüre dann schon mein Gewicht.“ Dafür könne er dann bei den Abfahrten das Mehr an raufgeschlepptem Gewicht einsetzen und es richtig laufen lassen, „während die leichten Bergziegen treten müssen, um dasselbe Tempo zu fahren“.

In der Ortschaft Thüringen trennten sich schließlich die Wege des Führungsduos. Der am Ende zweitplatzierte Österreicher Christian Schmitt vermochte Steffens Tempo einfach nicht mehr mitzuhalten. So musste der Fitnesskaufmann vom Ammersee die letzten 40 Renn-Kilometer alleine bestreiten, ohne den Abstand zu seinen Verfolgern zu wissen. Eine doppelt belastende Situation. Um die hätte sich der aufstrebenden Radsportler allerdings nicht sorgen müssen, denn an den neuen Streckenrekord von Alexander Steffens kamen sie nicht im Ansatz ran. Erst sechs­einhalb Minuten später überquerten sie die Ziellinie in Hohenems.

„Auch wenn ich nicht viel Zeit hatte, die Landschaft zu bewundern, war es doch ein wunderschönes Rennen“, schwärmte Steffens, als er bereits wieder in den Erholungsmodus umgeschaltet hatte. Angesichts des überragenden Auftritts beim Highlander ist es kein Wunder, dass er sich „auf dem richtigen Weg für die Weltmeisterschaft“ sieht. In drei Wochen schlägt in Varese die Stunde der Wahrheit Alexander Steffens.

bebo

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