Ross und Reiter "total happy"

Epfacherin holt erstmalig Schleife bei Deutscher Amateur-Meisterschaft

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Alexandra Maier und ihr Majestix W haben sich erstmals eine Schleife bei einer Deutschen Meisterschaft gesichert.

Epfach – Zum dritten Mal ist Dressurreiterin Alexandra Maier bei der Deutschen Meisterschaft der Amateure angetreten. Diesmal lief es so gut wie noch nie für die Epfacherin – die erstmals mit einem ganz bestimmten Accessoire antrat.

Für Manuela Maier war die Sache klar: So konnte es nicht mehr weitergehen. In den vergangenen beiden Jahren war ihre Tochter Alexandra schon bei der Deutschen Amateur-Meisterschaft angetreten, war dabei aber nie als Bayerin erkennbar. Bei einer Deutschen Meisterschaft (DM) repräsentieren die Teilnehmer immer auch ihren Landesverband, was sie zumeist mit entsprechenden Flaggen zeigen. Kurz vor der Abfahrt nach Riesenbeck (nahe Osnabrück) organisierte Manuela noch eine weiß-blaue Flagge: „Ich habe gesagt, diesmal fahren wir nicht ohne.“ Ihre Tochter habe sie noch belächelt, doch irgendwie brachte das Ding den Maiers Glück. Am Ende hatten Alexandra und ihr Wallach Majestix W ihr bislang bestes DM-Ergebnis zu Buche stehen: Im „kleinen Finale“ belegte das Duo den 4. Platz und erhielt dafür eine Schleife. Unter fünf bayerischen Paaren avancierten die beiden zum zweitbesten Gespann. Die 720 Kilometer Anfahrt „haben sich rentiert“, stellt Manuela fest.

Zum Start der Wettkämpfe auf dem Pferdesportzentrum von Olympiasieger Ludger Beerbaum und Constantin Freiherr Heereman hatten Alexandra und Majestix W einiges Pech. Während der Final-Qualifikation, einem Prix St. Georges, musste der Wallach in einer Volte äppeln. Dadurch geriet das Pferd aus dem Takt. „Die Lektion war damit kaputt“, berichtet Manuela. Ein ähnliches Missgeschick war heuer bei der EM auch Jessica von Bredow-Werndl passiert – auch für sie war damit ein vorderer Platz passé. Alexandra und Majestix W mussten sich mit dem 31. Platz (64,912 Prozent) unter 40 Teilnehmern zufrieden geben. Nur die besten zwölf Paare qualifizierten sich fürs große Finale.

Wie in den vergangenen Jahren blieb für das Epfacher Duo noch der Auftritt im „kleinen Finale“, einer St.-Georg-Special-Prüfung. Dort agierten die 27-Jährige und ihr Pferd dann nach dem Motto „Jetzt erst recht“ und zeigten eine starke Leistung. Mit 67,967 Prozent (836,0 Punkte) landete das Duo auf dem 4. Rang unter 27 Teilnehmern. Ein Richter setzte die beiden sogar an die zweite Stelle. „Total happy“ seien sie mit dem Ritt gewesen, berichtet Manuela. Ihre Tochter und das Pferd „haben Moral bewiesen“. Letztlich fehlten auch nur ein paar Punkte zum dritten Rang – der hätte die nachträgliche Qualifikation fürs große Finale bedeutet. Laut Reglement dürfen die besten drei des kleinen Finales im großen Finale, einer St.-Georges-Kür, antreten. Ein kleiner Hakler in der Traversale sei ausschlaggebend gewesen, dass es knapp nichts mit den Top-Drei wurde. Das Niveau bei der DM ist eben hoch, „da darfst du dir nichts erlauben“, so Manuela. Die Zufriedenheit überwog, denn bislang gab es für Alexandra bei einer Amateur-DM noch nie eine Schleife.

Die mitgenommene Flagge kam im Übrigen auch bei der Siegerehrung der Deutschen Amateur-Meister zum Einsatz. Franziska Hofmann (RFr. Landgestüt Landshut) hatte in souveräner Manier die finale Kür gewonnen (76,708 Prozent) und sich so den DM-Titel gesichert. Stolz präsentierte sich die 30-jährige Lehrerin dem Publikum mit der Goldmedaille und der Maierschen Flagge, die ihr Pferd „Sterntaler 49“ um den Hals gehängt bekam. Bei den Springreitern gewann Anna Madlen Horn aus Mecklenburg-Vorpommern mit „Priceless“ die DM.
Paul Hopp

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