Re-Start für Landsbergs Basketballer

Horst Geiger wieder am DJK-Ruder

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Der Liga-Neustart ist erst im September, doch zumindest zum Trainieren in die Halle dürfen die Basketballer des DJK Landsberg ab der kommenden Woche.

Landsberg – Geradezu turbu­lent ist es in den letzten Mona­ten bei den Basketballern des DJK Landsberg zugegangen. Jürgen Siegwardt und Klaus-Peter Brakel schieden aus der Vorstandschaft aus, aber mögliche Nachfolger waren nicht zu finden. Dem Verein drohte die Auflösung. Mit Horst Geiger ist nun ein alter Bekannter erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Der 59-jährige freiberuf­liche Unternehmensberater war bereits von 2009 bis 2016 in eben jener Funktion aktiv. Im Gespräch mit KREISBOTEN-Redakteur Dietrich Limper vermittelt er einen optimistischen Eindruck zur Zukunft des Basketballsports in der Lechstadt.

Herr Geiger, willkommen zurück als DJK-Vorsitzender. Wie kam‘s zur erneuten Wahl?

Geiger: „Es hat ja niemand anders machen wollen. Ich werde mich nun noch einmal zwei bis vier Jahre für den Verein engagieren, aber ich möchte während dieser Zeit auch schon einen Nachfolger aufbauen. Ich werde das sicherlich nicht bis zum Ende meiner Tage machen. Man wird mich nicht mit einem Rolator in die Halle gehen sehen.“

Woher kam die Motivation für den erneuten Einstieg?

Der neue DJK-Vorsitzende Horst Geiger blickt zuversichtlich in die Zukunft

Geiger: „Für mich ist das Leben ein Geben und Nehmen. Ich habe so viel bekommen, dass ich unbedingt etwas zurückgeben möchte. Und ich erlebe nun auch viel Dankbarkeit und treffe auf alte Bekannte, die mir sagen, wie gut sie es finden, dass ich das mache. Und wissen Sie, was auch ganz entscheidend ist? Ich arbeite nahezu täglich mit jungen Menschen. Das ist sehr motivierend und macht einfach Spaß. Ich kann den generellen Aufwand auch sehr gut abschätzen und es ist kein Fulltime-Job, wie andere mal formuliert haben. Während meiner letzten Amtszeit als Vorsitzender war ich sogar noch eine Weile beruflich Vorstandsvorsitzender und ständig unterwegs. Ich bin nun seit neun Jahren Freiberufler und kann mir meine Zeit wesentlich entspannter einteilen.“

Die Führungsmannschaft des DJK ist damit wieder komplett?

Geiger: „Ja, alle Posten sind besetzt. Und es gibt eine erweiterte Vorstandschaft mit rund 20 Leuten. Es haben sich auch einige Freiwillige gemeldet, die helfen werden, wenn Bedarf ist. Schade ist natürlich, dass wir uns im Moment wegen Corona nur virtuell treffen können, denn gerade jetzt am Anfang wäre es gut, wenn wir uns öfter persönlich austauschen würden.“

Wie geht es rund um die Mannschaft weiter? Wann wird wieder trainiert? Wann wird gespielt?

Geiger: „Der Ligastart ist für den 19. September vorgesehen. Aber wir müssen uns natürlich angemessen vorbereiten, ansonsten führt die Belastung nur zu Verletzungen. Eigentlich sollen wir ab 22. Juni wieder in der Halle trainieren, aber das finale Go haben wir von der Stadt noch nicht. Aber selbst wenn wir dann wieder in die Halle dürfen, ist nur Training mit Abstand möglich. Gelegentlich werfen die Jungs nun ein paar Bälle outdoor bei der Platanenschule, aber das ist natürlich dann auch immer vom Wetter abhängig. Wir brauchen einfach intensives Mannschaftstraining und Vorbereitungsspiele.“

Wie groß wird die Liga sein, wenn sie denn startet?

Geiger: „Eigentlich waren 13 Mannschaften gemeldet, aber der DJK Kaufbeuren hat seine Teilnahme zurückgezogen. Wenn wir nun also Mitte September starten würden, sind es zwölf Teams und der letzte Spieltag ist am 24. April 2021. Eine lange Saison für uns.“

Ist das Team zusammen geblieben? Gibt es Veränderungen?

Geiger: „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Bayernliga haben. Aus Kaufbeuren kommt Dominik Titz zurück, der uns im Aufbauspiel natürlich ganz neuen Möglichkeiten eröffnet. Er war immerhin das Herz der Mannschaft in Kaufbeuren. Es kann gut sein, dass noch ein bis drei weitere Spieler aus Kaufbeuren kommen werden.“

Wie hat sich die Situation mit den Sponsoren entwickelt? Spüren Sie die Corona-Krise bei diesem Thema?

Geiger: „Die Katastrophe, die ich befürchtet habe, ist ausgeblieben. Im Gegenteil: unser Hauptsponsor Heimerer Schulen legt sogar noch eine Schippe drauf, was uns ganz besonders freut. Er bleibt damit unser wichtigster Partner. Klar, einige haben gesagt, es geht momentan nicht mehr. Aber vor allen Dingen hat mich überrascht, dass die Sponsoren, die mit der Automobilindustrie zusammenhängen, alle weitermachen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist alles besser gelaufen, als ich gedacht habe.“

Gibt es noch weitere Pläne für die mittel- und langfristige Zukunft?

Geiger: „Ja, ich möchte unbedingt das Vereinsleben wieder stärken. Gemeinsame Unternehmungen und Ausflüge – das gab es alles früher mal, manchmal mit 50 oder 60 Leuten. Warum sollen wir nicht mal zusammen auf eine Hütte fahren, wenn es die Situation wieder erlaubt!? Wir alle beim DJK müssen uns bemühen, wieder mehr mit dem Verein zu machen. Das ist mir sehr wichtig.“

Herr Geiger, wir bedanken uns für dieses Gespräch und wünschen Ihnen und dem Verein alles Gute!

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