Stark zum Schluss

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Gegen die Saalebiber lieferten die Kauferinger Red Hocks keine Glanzleistung ab – trotzdem kann das Team von Rasso Schorer auf den vierten Sieg in Folge zurückblicken.

Kaufering/Halle – Am sechsten Spieltag gastierten die Red Hocks Kaufering in der 1. Floorball Bundesliga beim Aufsteiger USV Saalebiber Halle. Den 175 Zuschauern bot die technisch mäßige Partie einige spannende Wendungen mit dem besseren Ende für die Gäste aus Kaufering.

Die erste Überraschung war schon in der Startaufstellung zu finden. Der angeschlagene Verteidiger Niels Hauser nahm zunächst auf der Bank Platz und U19-Nationalspieler Christian Göth kam in der Kauferinger Defensive zu seinem Debüt von Beginn an. Im Tor fehlte erstmals in dieser Saison die etatmäßige Nummer Eins Tobias Dahme, für ihn stand Rudolf Heidu zwischen den Pfosten. 

Mit der ersten guten Chance gingen schließlich die favorisierten Bayern in Front: Der aufgerückte Marco Tobisch spielte von hinter dem Tor einen Pass in den Slot, wo Kapitän Maxi Falkenberger aus kurzer Distanz vollendete. Nur wenige Zeigerumdrehungen später nutzten die Saalebiber eine undurchsichtige Situation vor dem Kauferinger Tor zum Ausgleich. 

Im zweiten Abschnitt wirkten die Gäste zunächst nervös, mehrmals lud man den Aufsteiger zum Toreschießen ein, jedoch konnten die Gastgeber daraus keinen Profit schlagen. Den ersten Konter verwerteten dann die Red Hocks zur schmeichelhaften 1:2-Führung. Der starke Julian Rüger bediente Kilian Tiefenthaler sehenswert, sodass Letzterer nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die erhoffte Sicherheit brachte der erneute Vorsprung nicht, nach wie vor kamen die Saalebiber zu aussichtsreichen Chancen im Minutentakt. Nach einem Treffer von Eric Kindler stand nach 40 Minuten ein 2:2 auf der Anzeigetafel. 

Im Schlussdrittel bekamen die Red Hocks zunächst etwas Oberwasser, eine Strafe gegen Tobias Hutter drängte die Roten dann aber vorerst wieder in die Defensive. Eine starke Aktion von Dennis Häringer, der einen Pass der Powerplay-Formation abfing und mit einem präzisen Schuss ins linke Eck abschloss, bedeutete das wichtige 2:3 in Unterzahl. Wieder konnten die Hausherren postwendend antworten, noch im selben Überzahlspiel schoss Halles Rocky Becker einen Kauferinger Verteidiger an, sodass sich der Ball unhaltbar für Rudolf Heidu ins lange Eck senkte. Nur eine Minute später enteilte USV-Topscorer Thomas Osterland sei- nem Bewacher und schlenzte aus spitzem Winkel ins Kreuzeck zur erstmaligen Führung. Und damit nicht genug: Thomas Rauch erhöhte sogar noch auf 5:3 für den USV Halle. 

Anschließend mussten auch erstmals zwei Hallenser Spieler auf die Strafbank. Die Chance auf den wichtigen Anschluss verpuffte aber, sodass die Biber ihren Zwei-Tore-Vorsprung bis sechs Minuten vor Ende verteidigen konnten. Dann kehrte im Kauferinger Lager jedoch das Glück zurück und Julian Rüger netzte per Handgelenkschuss nach Zuspiel von Kilian Tiefenthaler zum 5:4-Anschluss ein. Noch in derselben Minute legte Daniel Szirbeck zurück auf Maxi Falkenberger, der ähnlich wie beim ersten Tor aus zwei Metern zum Ausgleich traf. Und auch in den letzten Spielminuten nutzen die Gäste ihre stärkste Phase im Spiel und drückten auf weitere Tore. Tobias Hutter setzte sich auf der linken Seite an der Bande durch und nagelte den Ball ins kurze Eck zur umjubelten 5:6-Führung. Halle war also wieder gefordert, dezimierte sich aber Sekunden später durch eine unnötige Zweiminutenstrafe und musste somit bis in die letzte Spielminute in Unterzahl agieren. 

Kaufering ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und ließ dem USV keine Chance mehr, zum Abschluss zu kommen. Kurz nach Ablauf der Strafe setzten die Red Hocks dann endgültig den Deckel drauf. Martin Klöck legte halbhoch quer auf Marco Tobisch, der per Volleyabnahme den 5:7-Endstand markierte. Obwohl man gegen den Aufsteiger spielerisch nicht zu glänzen wusste, bleibt letztendlich doch die Tatsache bestehen, dass die Red Hocks in der Liga bereits den vierten Sieg in Folge einfahren konnten. Damit ist die Mannschaft von Trainer Rasso Schorer weiter auf dem dritten Tabellenplatz und auf dem besten Weg in Richtung Klassenerhalt.

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