Bayernliga Süd:

TSV Landsberg punktet an der Donau

Kazuki Date - TSV Landsberg - Bayernliga Süd
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Dynamisch, schnell und treffsicher: Kazuki Date (links) traf in Gundelfingen mit seinem vierten Saisontreffer zum spielentscheidenden 1:0 für den TSV Landsberg.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg/Gundelfingen – Endlich wieder drei Punkte für den TSV Landsberg in der Bayernliga Süd. Nachdem die letzten vier Spiele allesamt nicht gewonnen werden konnten (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) gelang der Mannschaft von Trainergespann Salemovic/Hutterer am Samstag ein 1:0 beim FC Gundelfingen. Dabei sahen 150 Zuschauer eine frühe Rote Karte für die Gastgeber. Die Lechstädter stehen nach 14 Spieltagen mit 21 Punkten auf dem 5. Tabellenrang.

„Jeder, der noch spielen konnte, stand am Samstag in Gundel­fingen auf dem Platz“, feixt Spielertrainer Mike Hutterer, „wir haben so viele Gesperrte und Verletzte, dass Muriz Salemovic mal wieder in der Innenverteidigung spielen musste.“

Wollens, Anzenhofer, Jörg und Krautschneider fehlten mit Blessuren, Hoffmann und Benede wegen ihrer Platzverweise und Schmeiser war beruflich verhindert. Auf der Bank saßen mit Doqaj und Agbavon nur noch zwei Feldspieler, die auch noch zu kurzen Einsätzen kamen.

Mussten die Landsberger in den letzten Partien aufgrund von Roten Karten viel zu oft in Unterzahl spielen, ereilte dieses Schicksal nun den FCG: Nach 15 Minuten eroberte TSV-Spieler Charly Fülla im Mittelfeld den Ball und hatte freie Bahn aufs gegnerische Tor. Doch sein Lauf wurde von Marius Brugger unsanft gestoppt, was ihm einen Platzverweis einbrachte. „Eine Entscheidung, die meiner Meinung nach in Ordnung geht. Charly hätte auch von den anderen Spielern in der Nähe nur noch durch ein Foul gestoppt werden können“, schildert Hutterer seine Sicht der Notbremse.

Die Gäste starteten nun keinen wilden Sturmlauf, um aus der Überzahl Kapital zu schlagen, sondern spielten besonnen und überlegt. Geduld war gefragt und die wurde nach 41 Minuten belohnt, als Kazuki Date nach innen zog und den Ball zum 1:0 für den TSV im Tor unterbrachte. Die Gartenstädter hingegen konnten vor der Pause nur einen Kopfball von Fabio Kühn als Torchance verbuchen, doch TSV-Keeper Witetschek war aufmerksam zur Stelle.

Nach Wiederanpfiff setzten die Landsberger ihre beherrschte Spielweise fort. Ballbesitz und Spielkontrolle mündeten in guten Chancen für Fülla und Date. Der eingewechselte Doqai setzte den Ball in der Schlussphase an den Pfosten. Doch beinahe wäre auch in Gundelfingen noch in den letzten Sekunden der Ausgleich gefallen, aber Torhüter Witetschek war gegen FCG-Spieler Markus Böck reaktionsschnell zur Stelle und vereitelte das 1:1.

„Daniel hat uns den Sieg gerettet, aber ich möchte insgesamt von einer reifen Leistung sprechen. Wir haben über 90 Minuten nur zwei Torchancen des Gegners zugelassen und sehr diszipliniert gespielt. Die drei Punkte waren verdient“, fasst Mike Hutterer die Auswärtsfahrt an die Donau zusammen.

Am kommenden Samstag spielt der TSV Landsberg um 14 Uhr daheim gegen den SV Pullach. Eine Partie mit spezieller Würze und Mike Hutterer sieht personelle Entspannung: „Luca Wollens steigt diese Woche wieder ins Training ein. Ob Krautschneider und Anzenhofer im Kader stehen können, ist ungewiss. Hoffmann und Schmeiser sind aber auf jeden Fall wieder dabei.“

TSV Landsberg: Witetschek – Holdenrieder, Nikolic, Salemovic, Lutz –Hutterer - Date, Gutia, Kollmann (ab 90.+2 Agbavon), Fülla - Detmar (ab 85. Doqaj)

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