Die Eishockey-Saison ist beendet

Das Virus legt die Riverkings lahm

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Aus. Vorbei. Die Playoffs finden nicht mehr statt. Die Riverkings können ihre Ausrüstung in die Trockenkammer legen.

Landsberg – Auf der Homepage des Bayerischen Eissport-­Verbandes (BEV) war am Mittwoch frühmorgens zu lesen: „Der Bayerische Eissport Verband hat gegenüber seinen jungen Sportlern, den Vereinsoffiziellen und Begleitern eine Sorgfaltspflicht. Wir bitten Sie für diese Maßnahme um Verständnis, aber die offiziellen Empfehlungen lassen hier keine andere Entscheidung zu.“ Damit wurde der Meisterschaftsbetrieb der Altersklassen U13 bis U20 offiziell abgesagt. Am frühen Abend desselben Tages wurde diese Absage auch für den Spielbetrieb der Bayernliga ausgesprochen. Für die Riverkings des HC Landsberg ist die Saison damit beendet, die Playoffs werden nicht stattfinden. Der KREISBOTE hat Stimmen dazu gesammelt.

• BEV-Obmann Frank Butz: „Diese Situation hat sich natürlich niemand gewünscht, aber es gibt politische Vorgaben, an die wir uns halten müssen. Wir haben auch die Verantwortung für die Vereine, die nun betroffen sind. Aber alle tragen die Entscheidung zu 100 Prozent mit. Schon Ende März werden wir uns an einen Tisch setzen und Auf- und Abstieg zeitnah regeln. Die Vereine brauchen Planungssicherheit über den Sommer. Und ich kann versichern, dass wir uns die Meinungen der Vereine holen und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden werden. Kein betroffener Verein soll benachteiligt werden.“

• HCL-Trainer Fabio Carciola: „Es ist mehr als schade, denn wir waren hoch motiviert und bereit, für die kommenden Spiele. Für die Fans ist es besonders schlimm, denn die unterstützen uns das ganze Jahr; und wenn es drauf ankommt, ist die Geschichte auf einmal vorbei. Aber am 20. März werden sich aber alle noch einmal von der Mannschaft verabschieden können.“

• Riverking Daniel Menge: „Mir war es klar, dass es so kommen würde, als ich hörte, dass die ersten drei Ligen schon abgesagt sind. Es wird einige Vereine hart treffen, denn die haben mit diesen Einnahmen kalkuliert und nun fehlen denen die Heimspiele. Für den Eishockeysport ist es sehr bitter. Vor allen Dingen auch für die Fans. Aber natürlich ist diese Entscheidung vernünftig und wer weiß, was da nun alles noch kommt!? Ich kann jetzt am Wochenende Arbeit erledigen, die liegengeblieben ist, und die Familie wird sich auch freuen.“

• HCL-Top-Scorer Dennis Sturm: „Ich habe stündlich im Internet nachgeschaut, denn wir haben schon beim letzten Training darüber gesprochen, dass es wahrscheinlich so kommen wird. Über die Entscheidung war ich dann nicht überrascht, aber es tut schon weh, wenn man so viele Spiele vor den Playoffs gemacht hat und diese dann nicht stattfinden. Und den Fans entgeht der Höhepunkt der Saison. Aber die Entscheidung ist sicher richtig so.“

• HCL-Nachwuchsleiter Thomas Blaschta: „Ein trauriger Tag für das Eishockey und bei uns herrscht gedrückte Stimmung. Aber es konnte keine andere Entscheidung getroffen werden. Ich habe noch mit niemandem gesprochen, der kein Verständnis dafür hatte. Den Reisacher-Cup hatten wir ja schon abgesagt. Solange uns die Stadt das Eis lässt, werden wir in den nächsten Wochen noch trainieren und die Zeit nutzen.“

• HCL-Pressesprecher Joachim Simon: „Wir hätten die Playoffs nun wirklich gerne gespielt, aber wir tragen diese Entscheidung des Verbands zu 100 Prozent mit. Es gibt keine Alternative. Wenn das Virus jetzt nicht aufgehalten wird, wann dann? Den Vereinen fehlen nun natürlich Einnahmen. Auch uns trifft das, aber noch in einem überschaubaren Rahmen. Andere wird es vermutlich härter treffen und es kann für einige Vereine ein ganz bitterer Sommer werden. Und solange Auf-und Abstieg nicht geklärt sind, haben viele keine Planungssicherheit. Im Moment weiß niemand, wie die Ligen in Zukunft aussehen werden.“

• HCL-Inventar und -Fan Michael Matschiner: „Ich habe mir extra für Montag Urlaub genommen und wäre auch gerne am Dienstag nach Höchstadt gefahren. Diese Nachricht muss ich erst einmal verdauen. So was hat es nicht gegeben, seit ich zum Eishockey gehe und es ist für alle Beteiligten furchtbar. Ich glaube, wir alle haben das Virus unterschätzt.“
Dietrich Limper

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