1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landsberg

Landsberg siegt in letzter Sekunde

Erstellt:

Von: Thomas Ernstberger

Kommentare

Bayernliga - TSV Landsberg vs Halbergmoos - Torjubel
Der Jubel nach dem Schlusspfiff und dem Auftaktsieg in der neuen Bayerligasaison war bei den Landsbergern riesengroß. © Ernstberger

Landsberg – Am Ende, nach einer 92-minütigen Hitzeschlacht, konnten sie es selbst nicht ganz fassen: Die Spieler des TSV Landsberg bildeten eine ausgelassene Jubel-Traube vor der Trainerbank, ein paar lagen am Boden, da gab‘s kein Halten mehr. Und später ging’s in der Kabine rund. Da durfte auch Jürgen Meissner, der sportliche Leiter, wieder mitjubeln, der in der zweiten Halbzeit wegen eines Schubsers Rot gesehen hatte. Die Freuden-Gesänge nach dem 2:1-Last-Minute-Auftaktsieg des Fußball-Bayernligisten gegen den VfB Hallbergmoos waren im ganzen Sportpark zu hören.

„Auf dem Platz und in der Kabine hat man gemerkt, wie wichtig dieser Sieg für den Kopf war. Ein richtig geiles Gefühl, wir haben eine richtig geile Mentalität beweisen“, freute sich TSV-Spielertrainer Mike Hutterer. Spielertrainer-Kollege Sascha Mölders strahlte: „Solche Siege sind von der Emotionalität her wunderbar.“ VfB-Trainer Matthias Strohmaier gratulierte „ungern“, wie er zugab. Und fügte an: „Solche Siege sind mehr wert als ein 3:0 oder 4:0.“

Auftakt also geglückt – dabei sah’s bis zu 89. Minute nach einem klassischen Fehlstart des Aufstiegsfavoriten aus. Bis dahin führte Hallbergmoos, eine gerade defensiv sehr starke und gut geordnete Mannschaft, durch einen Treffer von Julian Kersting (53. Minute) mit 1:0. Doch dann, ganz am Schluss, zeigte sich die ganze Routine und Cleverness eines Sascha Mölders, als er gegen Keeper Martin Dinkel geschickt einen Foulelfmeter („klarer Elfer“, wie er hinterher meinte) herausholte, den Steffen Krautschneider sicher verwandelte. „Das war der Eisbrecher“, so Hutterer. Landsberg jetzt mit dem unbedingten Willen, das Ding noch zu drehen. Mit Erfolg. Sekunden vor dem Abpfiff: Nach einer Krautschneider-Ecke in der zweiten Minute der Nachspielzeit hämmerte Neuzugang Matej Rados (kam schon nach 13 Minuten für den verletzten Sebastian Schmeiser) den Ball mit Links zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen – und wurde so zum gefeierten Helden des Tages. „Ich bin stolz, dass wir so eine Mentalität haben“, so Mölders, der allerdings auch erkennen musste, dass noch längst nicht alles rund läuft bei seiner neuen Mannschaft: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht viele Lösungen gefunden, das wurde erst nach der Pause besser.“ Da hatte dann auch der ehemalige Bundesliga-Spieler einige Chancen, die Torwart Dinkel zunichte machte – darunter ein sehenswerter Seitfallzieher des Stürmers. Sein Schlusswort: „Es ist noch sehr, sehr viel Luft nach oben…“

Morgen Abend steht schon der zweite Spieltag auf dem Programm, da muss der TSV zum Derby bei Absteiger FC Memmingen (mit Ex-Kapitän Fabian Lutz und dem ehemaligen Darmstadt- und Unterhaching-Profi Dominik Stroh-Engel), antreten, der zum Auftakt 2:1 in Kottern gewann. Gleich ein richtig dicker Auswärtsbrocken für die Kreisstädter. Am Samstag (14 Uhr) gastiert der FC Gundelfingen im Landsberger Sportpark. Da gibt‘s das nächste Wiedersehen mit einem ehemaligen Kapitän. Mit David Anzenhofer, der den TSV Landsberg Anfang des Jahres verlassen hat. In der vergangenen Saison siegte Landsberg gegen Gundelfingen mit 3:0.

In der ersten Hauptrunde des bayerischen Toto-Pokals muss Landsberg übrigens am Dienstag, 26. Juli, um 18.30 Uhr bei Bayernliga-Konkurrent TSV Schwaben Augsburg antreten.

Auch interessant

Kommentare