Mit viel Mühe zum Sieg

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Die beiden Treffer von Muriz Salemovic machten den schwer erkämpften Sieg des TSV Landsberg über Sonthofen perfekt.

Landsberg – Mit unnötig viel Mühe hat der TSV Landsberg gestern einen 2:1-Sieg gegen den FC Sonthofen über die Ziellinie gerettet. Nach fünf Spieltagen belegt man damit mit zehn Punkten einen hervorragenden 4. Platz in der Fußball-Bayernliga.

Die Truppe von Sven Kresin wollte ganz offensichtlich von Beginn an zeigen, wer Herr im Haus ist und setzte die Gäste aus dem Allgäu früh unter Druck. Nach nur 45 Sekunden köpfte Peter Knechtel nach einem Freistoß den Ball knapp am linken Pfosten vorbei.

Von Sonthofen war in der ersten halben Stunde nicht viel zu sehen, dafür sorgten die Standards von Salemovic immer wieder für Gefahr vor dem Gästetor. Sprang Siegwart noch am Ball vorbei (14.), besorgte Salemovic die Führung dann mit einem Kunstschuss selbst. Den ruhenden Ball setzte er, fast von der Eckfahne aus, sehenswert zum 1:0 ins lange Eck (17.).

In der 30. Minute ging es dann zu schnell für die Sonthofener Hintermannschaft. Einen Blitzkonter über Spannenberger und Siegwart schloss erneut Salemovic mit einem platzierten Direktschuss zum 2:0 ab.

Eigenartigerweise bröckelte von da an die Dominanz der Gastgeber. Schon drei Minuten später sprang Strohhofer (der diesmal als Innenverteidiger aushelfen musste) unter dem Ball durch, Bär verzog jedoch freistehend. Nach 37 Minuten fand dann Andreas Maier beim Freistoß aus 22 Metern viel Platz neben der Mauer, Heiland konnte nur noch zusehen, wie die Kugel vom rechten Innenpfosten zum 2:1 ins Tor sprang.

Nach der Pause vergab der TSV zunächst jede Menge Möglichkeiten und brachte sich dann doch noch selbst in Probleme – und immer war Salemovic beteiligt. Zunächst schickte der 26-jährige Detmar perfekt in die Gasse, der scheiterte aber an Fend im Sonthofener Tor (53.).

Über Salemovic und Detmar kam der Ball wenig später von links in den Strafraum, Siegwart und Fülla sensten aber beide über das Spielgerät. Eine Viertelstunde vor Schluss wuselte sich Salemovic in typischer Manier bis an die Torauslinie durch, legte auf Siegwart zurück, der aus knapp fünf Metern über das Gehäuse schoss.

Salemovic, der bereits zuvor immer wieder das Gespräch mit seinen Offensivkollegen gesucht hatte, verließ scheinbar angesichts der ausgelassenen Großmöglichkeiten schlagartig die Lust am Spiel. Seine Teamkameraden dagegen, allen voran Heiland im Tor, versuchten unnötigerweise mit Zeitspiel den knappen Sieg zu retten. Dadurch kam man offensichtlich derart aus dem Rhythmus, dass der FCS im Mittelfeld noch einmal das Kommando übernahm, die freien Räume nützte und einige brenzlige Situationen im Strafraum der Hausherren heraufbeschwor.

Zuletzt fuhren die Landsberger dann zu zehnt die drei Punkte ein, da Siegwart kurz vor Schluss wegen Reklamierens noch Gelb-Rot sah. Somit kommt es in der frühen Phase der Saison am Samstag (14 Uhr) schon zu einer Art Spitzenspiel – dann tritt der TSV bei 1860 Rosenheim an. Der Gegner steht, punktgleich mit Landsberg, auf Rang 3 der Tabelle.

Christoph Kruse

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