Bis zur Pause war alles klar

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TSV-Coach Sven Kresin (blaues Shirt) hatte seine Truppe vor der Partie gegen Rosenheim bestens eingestellt. Bis zum Pausenpfiff war bereits alles klar.

Landsberg – Die Fußballer des TSV Landsberg haben am Wochenende die passende Antwort auf die Heimniederlage gegen Pullach gegeben: Nach einer spektakulären ersten Halbzeit gewannen die Lechstädter mit 5:1 (5:0) beim überforderten SB DJK Rosenheim. In die beiden schweren Spiele in dieser Woche geht man trotzdem nicht als Favorit.

Die Rosenheimer waren nicht gut in die Saison gestartet und gegen den Aufsteiger aus Landsberg war die Sache schon erledigt, bevor das Spiel richtig angefangen hatte. Schon nach zwei Minuten traf Salemovic zur Führung, dann produzierten die Hausherren ein Eigentor. „Danach waren sie prak­- tisch zum Abschuss freigegeben“, resümiert Trainer Sven Kresin, „sie haben sich mit 5:0 nur noch in die Halbzeit gerettet.“

Noch einmal Salemovic, Strohhofer per Elfmeter und Siegwart machten schon vor der Pause alles klar. Als „desolat“ bezeichneten trotz des Ehrentreffers in der 85. Minute die Rosenheimer Verantwortlichen die Vorstellung der Gastgeber, TSV-Coach Kresin konzentriert sich stattdessen ausschließlich auf die Leistung seines Teams. „Wir hatten den Gegner klar im Griff, mehr ist dazu nicht zu sagen.“

Eine derartige Dominanz ist in den beiden nächsten Partien nicht unbedingt zu erwarten. Bereits am heutigen Mittwoch ist um 18.30 Uhr im Hacker-Sportpark der FC Pipinsried zu Gast. Die Truppe von Spielertrainer Tobias Strobl hat bislang außer dem 1:1 bei 1860 Rosenheim nur Siege eingefahren und in vier Spielen bereits zwölf Treffer erzielt. Von der Papierform her noch schwerer wird es für den TSV dann am Sonntag um 14 Uhr beim TSV Rain: Der Regionalliga-Absteiger hat sich zwar von zahlreichen Spielern getrennt, aber aus der Umgebung dann alles verpflichtet, was Rang und Namen hat. Vier klare Siege aus den ersten vier Spielen sind der Lohn der Investition.

„Dort hat man teilweise Spieler mit Profi-Erfahrung, die auch vielen Regionalliga-Mannschaften gut zu Gesicht stehen würden“, weiß Sven Kresin. „Pipinsried ist ähnlich aufgestellt. Wenn man nach oben will, ist das ein legitimes Mittel, wenn man die finanziellen Möglichkeiten hat. Wir haben sie nicht.“ Als Hindernis für seine Truppe sieht der 38-Jährige das nicht unbedingt: „Wir gehen einen anderen Weg. Unser Kader ist in der Breite gut, da mache ich mir keine Sorgen. Außerdem kommen die auch nur mit elf Mann und einem Ball auf den Platz.“

Dass es auf längere Sicht nicht immer hilfreich ist, in einen teuren Kader zu investieren, sieht man ausgerechnet an den Rainer Neuzugängen Mitterhuber, Liebsch und Lutz (Tor): Das Trio wurde vor einigen Wochen vom BC Aichach übernommen. Der Traditionsverein wurde in der vergangenen Saison zwar Bayernliga-Meister, man hatte sich aber nicht für die Regionalliga beworben, der Hauptsponsor zog sich zurück, das gesamte Gebilde brach zusammen. Die Spieler, die noch den Meistertitel geholt hatten, suchten sich schnell neue Vereine in der Region. Der BCA kickt inzwischen in der Kreisklasse Augsburg.

Christoph Kruse

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