Stolze TSV-Kicker

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Die beiden Treffer von Muriz Salemovic (77) waren gegen Tabellenführer Pipinsried zu wenig, um Zählbares zurück an den Lech bringen zu können

Landsberg – Gut gespielt und am Ende doch mit leeren Händen nach Hause gefahren: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg sind mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage vom Tabellenführer aus Pipinsried zurückgekehrt. Für Trainer Sven Kresin ist das aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie stolz auf sich sein können.“

Damit bezog sich der 38-Jährige vor allem auf die zweite Halbzeit. Zu Beginn dagegen machte man den Gastgebern das Leben etwas zu einfach. Kresin: „Die ersten zehn Minuten waren wir nicht so schnell auf dem Platz, wie wir das gerne gehabt hätten.“ Auf den Außenpositionen habe man da die nötige Präsenz vermissen lassen, Pipinsried wusste es zu nutzen. Ibrahim (2.) und Berger (7.) brachten den Favoriten schnell mit 2:0 in Führung. Auch anschließend hatte der FCP zwar noch einige brauchbare Gelegenheiten, das Heft nahmen allerdings immer mehr die Landsberger in die Hand. „Salemovic, Zinner und Fülla haben viel nach vorne angekurbelt, auch Neuhaus hat sich bemüht“, so Kresin, der lediglich mit der Chancenauswertung haderte. Nur Salemovic traf zum 2:1 (36.).

„Es ist noch alles drin“, hatte das Trainerteam dann in der Pause ausgegeben und musste dann doch den nächsten Rückschlag verkraften. Kurz nach Wiederanpfiff nutzten die Gastgeber den Raum, den die Lechstädter im Zentrum anboten; Eisgruber zog aus halblinker Position aus 20 Metern ab – 3:1. „Er hat den perfekt in den rechten Giebel gesetzt“, so Kresin, „den trifft er auch nicht oft so.“ Ärgerlich daran war, dass man selbst kurz zuvor die Chance zum Ausgleich liegengelassen hatte.

Damit schienen die Pipinsrieder ihr Pulver aber schon fast verschossen zu haben, auffällig früh begannen sie, die Partie zu verschleppen. Nach 78 Minuten sah dann auch Tobias Antoni die Gelbe Karte wegen Zeitspiels – was nichts daran änderte, dass der Torhüter mit der beste Mann im FCP-Dress war. „Er hat an diesem Tag alles gehalten, was auf seinen Kasten kam, das muss man auch respektieren.“

Der TSV hatte mehrfach die Chance zum Anschluss, scheiterte jedoch an Antoni, setzte den Ball knapp am Gehäuse vorbei oder musste zusehen, wie Strobl die Kugel für seinen geschlagenen Keeper noch von der Linie kratzte. So fiel das 3:2 durch den Freistoß von Salemovic in der Nachspielzeit zu spät, um die Partie noch zu drehen. „Wenn es fünf Minuten länger geht, nehmen wir etwas Zählbares mit“, ist sich Kresin sicher. „So sind wir zwar der moralische Sieger, aber haben leider die Punkte dagelassen.“

Auf die Pelle rücken

Einen Knick in der Leistungskurve befürchtet der Trainer durch die Niederlage aber nicht, „es war ja mehr als in Ordnung, was wir gespielt haben.“ Das nächste Spiel dürfte allerdings nicht viel einfacher werden. Bevor man sich bis März in die Winterpause verabschiedet, kommt am Samstag der TSV Rain in den Hacker-Sportpark. Der aktuelle Tabellen-Dritte hat 42 Punkte auf dem Konto, „wir haben 37 und wollen ihnen ein bisschen auf die Pelle rücken“, sagt Sven Kresin. Seine Spieler sehen das offenbar genauso. „Die haben gleich nach dem Schlusspfiff in Pipinsried gesagt, dass dann jetzt eben Rain dran glauben muss.“

Budenzauber mit der zweiten Garnitur

Der Witz ging auf Kosten von Sven Kresin: Der Trainer der Landsberger TSV-Fußballer wurde spöttisch belächelt, als er seiner Mannschaft den Termin für die Vorrunde der der Bayerischen Hallenmeisterschaft mitteilte. Am Samstag (ab 11 Uhr) soll man in Utting antreten. Ob man den Kader dann splitten solle, fragte einer seiner Spieler. Hintergrund: Um 14 Uhr läuft der TSV Landsberg zum letzten Bayernliga-Punktspiel vor der Winter- pause im Hacker-Sportpark gegen den TSV Rain auf. „Wie man beim Verband einen solchen Terminplan machen kann, ist mir schleierhaft“, rätselt Kresin. Für Landsberg wird jetzt voraussichtlich die 2. Mannschaft an der Hallenmeisterschaft teilnehmen.

Christoph Kruse

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