Zwischenrunde fast perfekt

Das Saisonziel der Riverkings ist zum Greifen nah

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Keine Show-Einlage: Ein Loch im Eis musste gestopft werden und sorgte für eine zehnminütige Spielunterbrechung.

Landsberg/Waldkraiburg – Gut 1.000 Zuschauer haben am Freitag einen schwer erkämpften 5:4-Heimsieg des HC Landsberg gegen die Mighty Dogs aus Schweinfurt gesehen. Am Sonntag folgte ein ebenso überraschender wie wichtiger Auswärtssieg beim EHC Waldkraiburg. Die Zwischenrunde ist den Riverkings damit kaum noch zu nehmen.

Nur eine Trainigseinheit hatte Zdenek Vanc, der neue Coach der Schweinfurter, mit seinem Team absolvieren können, aber das war der Mannschaft aus dem Tabellenkeller nicht anzumerken. Ob es der große Druck war oder übermäßige Nervosität – die Riverkings bekamen im Verlauf des Spiels nie die nötige Sicherheit, um die Gäste auf Distanz zu halten. Auch die kurzfristigen Ausfälle von Thomas Fischer (Knieverletzung), Maximilian Raß (Magenverstimmung) und Mika Reuter (Gehirnerschütterung) können nicht als Alibi für eine durchwachsene Leistung herangezogen werden.

Die Mighty Dogs gingen nicht nur durch Jeff Murray 1:0 in Führung (7.), sie boten der Heimmannschaft auch über 60 Minuten Paroli. Nach dem 1:1-Ausgleich durch Neuzugang Petr Machacek (15.), besorgten Michael Fischer das 2:1 (17.), Marek Charvat das 3:2 (28.) und Markus Jänichen traf zum zwischenzeitlichen 4:3 (41.). Aber die Gäste kamen immer wieder zurück, glichen auch zum 4:4 aus und ließen sich nicht abschütteln.

Vor allem im zweiten Drittel unterliefen den Riverkings serienweise individuelle Fehler im Spielaufbau und so machte man den Gegner unnötig stark. Im letzten Spielabschnitt markierte Michael Fischer in der 51. Minute das 5:4. Danach herrschte Belagerungszustand in der Zone des HCL. Die zahlreich mitgereisten Fans aus Schweinfurt feuerten ihre Truppe unermüdlich an und die Riverkings mussten bis zur letzten Sekunde zittern.

Dann war es vollbracht und der HCL rückte zwischenzeitlich auf den 5. Rang der Bayern­liga vor. Da aber auch der direkte Konkurrent Erding 5:2 gegen Pfaffenhoffen gewonnen hatte, war noch keine Entscheidung gefallen. Alles schien auf ein Endspiel am letzten Sonntag gegen den TSV Peißenberg hinauszulaufen.

Zu wenig Tore

Der 5:1-Sieg in Waldkraiburg, dem Überraschungsteam der Bayernliga, dürfte allerdings dafür sorgen, dass die Verantwortlichen beim HCL nun etwas ruhiger schlafen werden. Teammanager Michael Oswald berichtete: „Wir haben über 60 Minuten sehr gut gespielt und hatten die Sache meistens im Griff. Man muss sogar sagen, dass wir zu wenig Tore geschossen haben. Jedenfalls war der Sieg hochverdient.“

Für die Tore sorgten Markus Kerber (2), Adriano Carciola (2) und Marek Charvat. Bedanken wollte sich Oswald ausdrücklich bei den gut 100 mitgereisten Fans, die dafür sorgten, dass sich die Spieler wie bei einem Heimspiel gefühlt hätten. „Wir haben die Unterstützung deutlich gespürt und sie hat uns sehr geholfen.“

Zwar gewann auch Verfolger Erding mit 4:2 beim TEV Miesbach, aber der TSV Peißenberg verlor überraschend zuhause mit 2:3 im Penaltyschießen gegen Schweinfurt. Damit hat der HCL 40, Erding 38 und Peißenberg 37 Punkte.

Peißenberg kommt

Es müsste nun schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Riverkings die Teilnahme an der Zwischenrunde im letzten Heimspiel gegen Peißenberg (Sonntag, 18 Uhr) noch nehmen ließen. Das Torverhältnis spricht eindeutig für den HCL und nur eine Niederlage biblischer Ausmaße könnte für eine negative Sensation sorgen. Es scheint, als sei das erste Saisonziel erreicht.
Dietrich Limper

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