Zu viel auf der Strafbank

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Ausgeruscht: Die „Riverkings“ des HC Landsberg mussten bei den Wanderers Germering eine bittere 6:2-Niederlage hinnehmen.

Landsberg – Nach einer stimmungsvollen Weihnachtsfeier am Freitag und zwölf Punkten aus den letzten Spielen haben sich die Riverkings des HC Landsberg das Auswärtsspiel gegen Germering auch anders vorgestellt. „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele“, lautet eine Binsenweisheit, die besonders an diesem Sonntagabend galt. Die Wanderers schossen beim 6:2-Heimerfolg fünf Tore in einfacher oder doppelter Überzahl.

Zunächst sah ja noch alles ganz hoffnungsvoll aus für die Riverkings. Nach zerfahrenem Beginn mit vielen Strafen gingen sie durch Marcel Juhasz mit 1:0 in Führung. Allerdings hielt diese nur bis zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels. Kolb erzielte in Überzahl den Ausgleich für Germering. Zwar konnte Landsberg im zweiten Abschnitt immer wieder gefährliche Chancen kreieren, einzig ein Tor wollte nicht fallen. Im Gegensatz dazu traf Germering bis zur nächsten Pause noch gleich zwei Mal – natürlich abermals in Überzahl.

Wie das zweite Drittel endete begann auch das dritte. Zwar stellte HCL-Trainer Andreas Zeck die Reihen um und ließ Dennis Tausend verteidigen, die Flut an Strafzeiten nahm deswegen aber nicht ab. Geschwächt durch teils recht fragwürdige Strafen des Schiedsrichters kassierten die Riverkings den Treffer zum 4:1. Dennis Tausend war es dann, der in Unterzahl auf 4:2 verkürzen konnte. Trotz einer jetzt deutlich bessern Leistung des HCL stellten kurz drauf die Wanderers auf 5:2 – die Messe war damit gelesen. Als Zeck kurz vor Schluss den Goalie vom Eis nahm, fiel dann auch noch der Endstand zum 6:2. Fazit: Ein durchweg gebrauchter Abend für die Riverkings

Sebastian Lachner geht

Am kommenden Freitag tritt der HCL um 20 Uhr zum nächsten Heimspiel gegen die Riverrats aus Geretsried an. Nicht mehr an Bord sein wird dann Sebastian Lachner. „Lachi kam bereits vor einiger Zeit auf uns zu und hat uns gebeten seinen Vertrag aufzulösen“, erklärt HCL-Vorsitzender Markus Haschka dazu. Die Dreifach-Belastung aus Arbeit, Masterstudium und Eishockey-Bayernliga sei Lachner so nicht mehr zu stemmen gewesen.

Schweren Herzens habe man ihn ziehen lassen, so Haschka, sei Lachner aber dankbar dafür, dass er so lange bei den Riverkings geblieben sei, bis man mit Craig Gallo einen Ersatz gefunden habe. Haschka: „Wir wünschen Lachi alles Gute für die Zukunft. Er ist im Landsberger Eisstadion jederzeit ein gerne gesehener Gast.“ Lachner möchte sich einem „Landesliga-Team in Heimatnähe“ anschließen, weil der Trainingsaufwand dann deutlich geringer ist. Ebenfalls aus beruflichen Gründen gehört Maximilian Merkle nicht mehr zum Kader der Riverkings.

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